Kreis Heinsberg: Blutspenden während der Dienstzeit: DRK-Termin im Kreishaus

Kreis Heinsberg: Blutspenden während der Dienstzeit: DRK-Termin im Kreishaus

„Wir gehen mit der Blutspende an die Schreibtische”, überschrieb Wilfried Mercks, Kreisgeschäftsführer vom Deutschen Roten Kreuz, den Sondertermin am Donnerstag im Heinsberger Kreishaus.

Mitarbeiter der Kreisverwaltung, aber auch Menschen aus der Nachbarschaft und umliegenden Einrichtungen wie Arbeiterwohlfahrt oder Amtsgericht hatten Gelegenheit, während der Dienstzeit Blut zu spenden.

Landrat Stephan Pusch war einer der ersten Blutspender. Auch er musste wie alle anderen zunächst einen Gesundheitscheck durchlaufen - ohne den darf keiner auf die Pritsche. 8000 ehrenamtliche Stunden leisten die Blutspendeteams des DRK bei den 110 Terminen im Kreis Heinsberg jährlich. Im Jahr 2009 wurden im Kreis insgesamt 10.500 Blutspenden verzeichnet; rechnerisch eine Größenordnung von nicht einmal fünf Prozent der Bevölkerung.

500 Milliliter Blut fließen jeweils in die Blutspendebeutel. Wird ein Mensch bei einem Unfall verletzt, kann es durchaus sein, dass er vier Liter Spenderblut benötigt. Damit dies überhaupt vorhanden ist, müssen also zuvor acht Menschen zur Blutspende gegangen sein. Zurzeit liegen die Blutspenden im Kreisgebiet unter dem Limit; benötigt würde rechnerisch eine Zahl von fünf bis sechs Prozent der Bevölkerung, für den Kreis Heinsberg also etwa 12.500 Blutspenden. Legt man die Zahlen des Vorjahres zugrunde, fehlen also 2000 Blutspenden.

Mercks und seine Mannschaft peilten vor dem Termin in der Kreisverwaltung die Zahl von 60 Spender an, es wurden schließlich exakt 58, darunter erfreulicherweise acht Neuspender.

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