Blausteinsee-GmbH plant "Tiny Houses"-Siedlung am See-Ufer

Klein,aber fein: Ferien-Ambiente am Eschweiler See : Hier lernen Ferienhäuser das Schwimmen

See-GmbH plant „Tiny Houses“-Feriensiedlung am Westufer des Blausteinsees – teils an Land, teils im Wasser schwimmend

Nicht nur unter Tauchern ist der Blausteinsee ein beliebtes Ziel. Viele kommen von weit her. Und müssen abens wieder heimfahren, weil es am See noch immer keine Übernachtungsmöglickeiten gibt. Das soll sich schnellstmöglich ändern: Die Blausteinsee-GmbH plant den Bau einer im doppelten Sinne kleinen, aber feinen Ferienhaussiedlung nördlich des Parkplatzes beim Taucher-Einstieg.

Hier sollen zwölf Ferienhäuser entstehen. Keine Häuser, die ständig bewohnt werden dürfen, sondern Ferienunterkünfte zum Mieten. Zehn an Land, zwei auf dem Wasser schwimmend. „Tiny Houses“ (winzige Häuser) ist der Fachbegriff für die in jüngster Zeit immer beliebter werdende Bauform, die auf kleinstem Raum größtmöglichen Komfort bietet. Etwa vier mal 15 Meter groß sollen die Bauten sein und Wohnzimmer, Bad, Toilette, Küche und Schlafraum beinhalten.

Der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss gab am Donnerstagabend Grünes Licht für die dazu nötige Aufstellung des Bebauungsplans 303.

Wie genau die Häuser aussehen werden, die die touristische Nutzung des Sees einen Schritt weiter voranbringen sollen, ist allerdings noch völlig offen. Fest steht nur, dass es dort keine „Tiny Houses“ in Wohnwagenform, sprich: auf Rädern, geben soll. Zwar haben die hier kooperienden Indeland- und Blausteinee-GmbH sich von einer Fachfirma Vorschläge ausarbeiten lassen, mit denen sie nun in die Vermarktung des Vorhabens gehen, doch das letzte Wort hat der noch zu findende Investor. Weder die Blausteinsee-GmbH – Eigentümerin der benötigten Flächen – noch die Stadt Eschweiler treten selbst als Bauherr und Betreiber der Ferienhaussiedlung auf.

UWG-Sprecher Erich Spies sprach der Verwaltung ein ausdrückliches Lob aus, die „Tiny Houses“-Idee aufgegriffen zu haben. Sein Grüne.-Pendant Dietmar Widell zeigte sich weniger euphorisch. Die Grünen lehnen die Zwölf-Häuschen-Siedlung ab: „zu groß!“.