Kreis Düren/Nordeifel: Biostationen Düren und Aachen: 1,4 Millionen Euro von der EU

Kreis Düren/Nordeifel: Biostationen Düren und Aachen: 1,4 Millionen Euro von der EU

Anderthalb Jahre nach Abgabe des Förderantrages der Biologischen Station Düren ist es jetzt so weit. Die Europäische Kommission fördert unter dem Überbegriff „Life + Natur und Biodiversität” insgesamt acht Großprojekte in Deutschland.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nun als eines von acht Projekten bundesweit die Finanzierungszusage für das Projekt: Rur und Kall - Lebensräume im Fluss erhalten haben”, betont Heidrun Düssel-Siebert, die Leiterin der in Nideggen-Brück ansässigen Biostation im Kreis Düren.

Im Januar 2012 soll das EU-Projekt im Kreis Düren und der Städteregion mit der Biologischen Station Städteregion Aachen starten. Das Projektvolumen beläuft sich auf über 2,8 Millionen Euro. Hiervon trägt die EU die Hälfte, weitere 1,28 Millionen steuert das Land NRW bei. An der Finanzierung beteiligt sind auch die Gemeinde Hürtgenwald sowie der Kreis Düren und die Städteregion Aachen.

Seit Anfang der 1990er Jahre stellt die EU Finanzmittel zur Kofinanzierung von Projekten im Bereich Natur- und Umweltschutz bereit, die dem Erhalt und der Optimierung von Lebensräumen sowie der Tier- und Pflanzenwelt dienen. Nun ist es erstmals gelungen, diese Fördermittel für den Kreis Düren einzuwerben.

Life-Projekte sollen dabei helfen, praktische Maßnahmen zu ergreifen, um wertvolle Gebiete wie die, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU unter Schutz gestellt wurden, zu fördern und entwickeln.

Der überwiegende Teil der Gelder fließt in Naturschutzmaßnahmen. Ziel ist unter anderem die Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit von Kall und Nebentälern und die Erweiterung und Optimierung natürlicher Wald- und Offenlandlebensräume.

In fünf Jahren sollen über 60 Einzelmaßnahmen umgesetzt werden. Bei einer Auftaktveranstaltung Anfang nächsten Jahres werden das Projekt und die geplanten Aktivitäten vorgestellt.

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