Erkelenz: Betroffene Bürger wenden sich an den Bürgermeister

Erkelenz: Betroffene Bürger wenden sich an den Bürgermeister

In einem offenen Brief haben sich von der Umsiedlung betroffene Bürger von Keyenberg, Kuckum, Berverath sowie Unter- und Oberwestrich an Bürgermeister Peter Jansen und die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU gewendet.

Sie wenden sich damit gegen den Ratsbeschluss aus dem Dezember, wonach Ratsmitglieder nicht im Bürgerbeirat aktiv mitarbeiten sollen. Deshalb erwartet die CDU vom grünen Ratsherren Hans-Josef Dederichs, dass er entweder sein Ratsmandat niederlegt oder die Arbeit im Bürgerbeirat, in den er in der vorigen Woche gewählt wurde, nicht aufnimmt.

Das lehnt Dederichs entschieden ab und verweist auf den Bürgerwillen. Nun beziehen auch von der Umsiedlung betroffene Bürger Stellung und wenden sich in ihrem offenen Brief an Jansen und die beiden Fraktionsvorsitzenden Rainer Merkens und Dieter Spalink. „Wir erwarten”, heißt es in dem Brief, „da„Mündige Bürger wollen ernstss Sie bei unserer Umsiedlung unseren Wünschen entsprechen und die kommunalen Mandatsträger im von uns gewählten Bürgerbeirat zulassen”.

Mit dem Beschluss, keine Mandatsträger in den Bürgerbeiräten zuzulassen, habe man den Wünschen der Borschemicher und Immerather Umsiedler entsprochen. Nach Lesart der Verfasser betrifft dieser Beschluss nicht den erklärten Willen der Umsiedler aus den fünf Ortschaften. Erklärtes Ziel sei es, auch nach der Umsiedlung die dörflichen Strukturen am neuen Standort aufrecht zu erhalten. „Alle andere Gründe, die Sie zu Ihrem Ratsbeschluss bewogen haben, sind dabei für uns nur zweitrangig”, heißt es weiter.

Darüber hinaus würden sich auch andere Ratsmitglieder zum Wohle ihrer Ortschaften einbringen, teilweise auch gegen die Interessen der Umsiedler, erklären sie weiter und verweisen auf die Planung des Sportplatzes in Immerath (neu) und das Interesse der Kückhovener an einer gemeinsamen Nutzung „Bei genauer Betrachtung der Wahlergebnisse haben mündige Bürger hier ein ganz deutliches Zeichen gesetzt und möchten dabei ernst genommen werden”, wird betont.