Kreis Düren: Besonderer Fokus auf den Einzelhandel: Branche stärken

Kreis Düren: Besonderer Fokus auf den Einzelhandel: Branche stärken

„Der Einzelhandel ist ein enormer Wirtschaftsblock. Ihn gilt es in den Mittelpunkt zu rücken, damit das Geld in der Region bleibt.“ Landrat Wolfgang Spelthahn will, dass der Kreis sich „Seite an Seite mit dem Handel den künftigen Herausforderungen stellt“.

Denn, so betonte Spelthahn beim ersten Empfang des Kreises für Einzelhändler, der Handel ist der drittgrößte Arbeitgeber in der Region. In 4100 Betrieben bestehen 12\.000 Arbeits- und 100 Ausbildungsplätze. Der Handel stelle eine Wirtschaftskraft von 1,1 Milliarden Euro dar.

Die größten Herausforderungen sieht der Landrat in der Konkurrenz durch den Internet-Handel und den demographischen Wandel. Es gelte, die Käufer aus der Region in die Stadt zu locken und sich gegenüber den Oberzentren Aachen und Köln gut zu positionieren. „Die S-Bahn darf keine Einbahnstraße sein“, so der Landrat. Wichtig sei die Unternehmen zu fördern „die schon da sind und andere anzulocken“.

Weiterer Schwerpunkt dürfte die Ausbildung sein, wie Daniela Stempel, Leiterin der Ausbildung bei Lidl, mit den Auszubildenden Stefanie Ochs und Sebastian Körfgen demonstrierte. „Die Dürener Bewerber bringen schon viel mit“, so die Ausbilderin, die die enge unKooperation mit dem Berufskolleg Kaufmännische Schulen lobend hervor hob. Von einem „sich weiter entwickelnden und gewachsenen Mittelzentrum“ sprach Peter Pientka (Kaufhof). Seine Vorstellung: Noch flexiblere Öffnungszeiten. Margarete Vermeegen, die in Kreuzau und Nideggen Geschäfte betreibt, stellt das Bestreben in den Vordergrund, Laufkundschaft zu binden. Für Manfred Piana (Einzelhandelsverband) nimmt insbesondere das Problem der Nahversorgung immer größere Dimensionen an. „Es muss Spaß machen, das Geld bei uns auszugeben“, fasste der Landrat die Ergebnisse der Bemühungen zusammen.

(sps)
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