Kiel/Geilenkirchen: Beschwerde nach „Gorch Fock”-Todesfall von 2008 abgewiesen

Kiel/Geilenkirchen: Beschwerde nach „Gorch Fock”-Todesfall von 2008 abgewiesen

Die Ermittlungen zum Tod der aus Geilenkirchen stammenden Offiziersanwärterin Jenny Böken auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock” der Bundesmarine vor vier Jahren werden nicht wieder aufgenommen.

Schleswig-Holsteins Generalstaatsanwalt wies die Beschwerde der Eltern der Verunglückten als unbegründet zurück, wie die Staatsanwaltschaft Kiel am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte die Anklagebehörde es abgelehnt, das Verfahren wieder aufzunehmen. Sie erkannte keinen Anfangsverdacht einer Straftat. Die Soldatin war in der Nacht zum 4. September 2008 nördlich von Norderney über Bord gegangen und ertrunken.

Der Bevollmächtigte der Eltern hatte im September 2011 vier Strafanzeigen gegen den ehemaligen Kommandanten des Schiffs, gegen den Schiffsarzt sowie gegen zwei Segeloffiziere der Bundeswehr gestellt und eine Wiederaufnahme der Ermittlungen beantragt. Das hatte die Kieler Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr abgelehnt und den Tod als „tragischen Unglücksfall” bezeichnet.