Waldfeucht-Braunsrath: Bei der Theatergruppe Braunsrath hebt sich noch einmal der Vorhang

Waldfeucht-Braunsrath: Bei der Theatergruppe Braunsrath hebt sich noch einmal der Vorhang

Nachdem der Vorhang der zweiten Aufführung der Theatergruppe Braunsrath gefallen war, fanden die Beifallsbekundungen keine Grenzen mehr, denn was sich während des fast dreistündigen Schwanks „Hannes ist der Beste” abgespielt hatte, war mehr als nur ein bühnenreifes Schauspiel.

Zumal die Theatergruppe mit Norbert Schlebusch, der den Hannes mimte, einen großartigen Hauptdarsteller in ihren Reihen hatte. Denn er gab Charlotte Holle in Person von Nelly Dohmen mit auf den Weg, sich einmal für ihren liebestollen Ehemann Max Holle (Karl-Heinz Knoben) herauszuputzen und es mit „Öl of Olaf” zu probieren.

Doch es sollten noch mehrere Wortspiele dieser Art folgen, die zur Erheiterung des Publikums beitrugen. Auch bei dem Techtelmechtel zwischen Max Holle und der Fitnesstrainerin Eva alias Karin Kuske folgte ein Lacher nach dem anderen.

Eine glänzende Figur auf der Bühne machten neben Margret Geldmacher auch Wilma Nobis als Berta und Frieda, die Hannes auf humorvolle Weise den Hof machten und die trotz zahlreicher Versuche letztendlich leer ausgingen. Doch vorausgegangen war, dass Christine Klapp in Person von Vera Schmitz von ihrem verstorbenen Vater ein Landhotel geerbt hatte.

Damit hatte sie keinen sonderlichen Erfolg, die Gäste blieben aus. Der Hausdiener Hannes, langjähriger Angestellter im Hotel und väterlicher Freund von Christine, hatte eine Idee. Er riet Christine, dem Trend der Zeit zu folgen und aus dem Landhotel ein Sporthotel zu machen. Das Hotel wurde aufgefrischt, es wurde ein Fitnesstrainer engagiert und auf gesunde Ernährung umgestellt. Wegen Überbuchungen im Nachbarhotel durfte Christine dann auch bald die ersten Gäste im Sporthotel begrüßen.

Nun hatte Hannes beide Hände voll zu tun, um das kunterbunte und chaotische Treiben in die richtigen Bahnen zu lenken. Doch zum Schluss hieß es „Ende gut, alles gut”, so fanden Christine und Hannes (Lennet Middendorf) ihr Glück, Max und Charlotte Holle starteten einen Neuanfang. Friedlich vereint, stießen Berta und Frieda mit Sekt auf ihre Freundschaft an, und Hannes wurde schon als Patenonkel hofiert. Franz-Willi Nolten und Rita Jakobs führten Regie, als Souffleusen fungierten Hildegard Sentis und Uschi Ohlenforst. Inge Zimmermann und Anneliese Poschen waren für die Maske verantwortlich.

Die Technik übernahm Jan Schroeder, das Bühnenbild wurde von Karl-Heinz Knoben entworfen, Markus Plett und die Betreuer der Jugendabteilung gestalteten den Bühnenaufbau.

Doch wer die Chance vertan hat, die Aufführung zu sehen, kann dies am kommenden Wochenende nachholen, und zwar am Samstag, 20 Uhr, und am Sonntag, 18 Uhr, in der Festhalle Braunsrath.