Gangelt-Langbroich: Bei der Feuerwehr Langbroich-Harzelt gibt es Grund zum Feiern

Gangelt-Langbroich: Bei der Feuerwehr Langbroich-Harzelt gibt es Grund zum Feiern

Jetzt gab es für die Einheit Langbroich-Harzelt der Feuerwehr Gangelt ausreichend Grund zum feiern. Gleich drei langjährige Kameraden konnten seltene Jubiläen begehen. Löscheinheitsführer Herbert Nießen blickte stolz auf die gut gefüllten Reihen im Feuerwehrgerätehaus Langbroich.

Viele Gäste waren gekommen, um gemeinsam mit Willi Mols und Josef Krings deren 60. Dienstjubiläum zu feiern. Peter Paulzen konnte zudem auf 50 Jahre im Dienst der Feuerwehr zurückblicken.

Als Willi Mols und Josef Krings 1957 offiziell in die Feuerwehr in Langbroich eintraten, waren die Rahmenbedingungen ganz andere als heute. Anstelle eines Feuerwehrgerätehauses mit Schulungsraum, Fahrzeughalle und Umkleiden standen den Wehrleuten Garagen zur Verfügung. Der Weg zur Einsatzstelle war ebenfalls beschwerlich, denn anstelle eines modernen Tragkraftspritzenfahrzeuges mit Wassertank rückten die beiden Jubilare gemeinsam mit ihren Kameraden mit einem Handkarren aus, um Brände in Langbroich und Harzelt zu bekämpfen.

Dies änderte sich zu der Zeit, als der dritte Jubilar des Abends, Peter Paulzen, 1966 in die Wehr eintrat. Damals waren die Kameraden gerade dabei, in Eigenleistung einen gebrauchten VW-Kombi zu einem motorisierten Feuerwehrfahrzeug umzubauen.

In den vergangenen Jahrzehnten haben die drei Jubilare mit ihren Kameraden viele Höhen und Tiefen erlebt, sind aber immer der Feuerwehr treu geblieben. Aus diesem Grund überreichte Günter Paulzen als stellvertretender Kreisbrandmeister den Jubilaren Josef Krings und Willi Mols die Ehrennadel des Verbands der Feuerwehren NRW der Sonderstufe 60 sowie dem Jubilar Peter Paulzen die Nadel der Sonderstufe 50.

Günter Paulzen nutzte ebenfalls die Gelegenheit, verdiente Feuerwehrangehörige auszuzeichnen. Für ihre jahrzehntelangen treuen Dienste, stets verbunden mit viel freiwilligem Engagement, verlieh er im Namen der Wehrführung den Kameraden Willi Mols, Josef Krings, Peter Paulzen, Heinz-Josef Übachs und Josef Gossen die Ehrennadel der Feuerwehr Gangelt in Gold.

Positive Entwicklung

Bürgermeister Bernhard Tholen hob in seiner Laudatio die positive Entwicklung der Einheit Langbroich-Harzelt hervor. Dies machte er insbesondere daran deutlich, dass sehr viele junge Menschen sich der Feuerwehr in Langbroich-Harzelt angeschlossen haben. Die Mitglieder der Ehrenabteilung hätten es geschafft, dass die Löscheinheit auch über schwierige Zeiten hinweg aufrecht gehalten werden konnte.

Nun obliege es den jungen Kräften, dies fortzuführen. Einen besonderen Dank richtete Bürgermeister Bernhard Tholen an die Führung der Einheit, ohne deren Einsatz die positive Entwicklung nicht möglich gewesen wäre. Für ihr Engagement zeichnete Günter Paulzen Einheitsführer Herbert Nießen und Zugführer Christoph Derichs mit der Ehrennadel der Feuerwehr Gangelt in Silber aus.

Seit vielen Jahren motiviert und engagiert stehen Sascha Gossen und Matthias Mertens der Einheitsführung zur Seite. Hierfür erhielten sie die Ehrennadel der Feuerwehr Gangelt in Silber.

Einige Feuerwehrkameraden konnten sich im festlichen Rahmen auch über eine Beförderung freuen. Die beiden Feuerwehrmann-Anwärter Cedric Nießen und Andre Rulands wurden zu Feuerwehrmännern befördert. Auch wenn sie schon vorher gut in die Einheit Langbroich-Harzelt aufgenommen wurden, gehören die beiden nun auch offiziell zur Gemeinschaft. Einen Schritt weiter ist Robert Gossen. Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Grundausbildung wurde er von Günter Paulzen zum Oberfeuerwehrmann ernannt. Außerdem wurden der stellvertretende Einheitsführer Michael Wagner zum Oberbrandmeister und Einheitsführer Herbert Nießen zum Hauptbrandmeister befördert.

Den Abschluss des Abends bildete Ortsvorsteher Harry Himpel. In gewohnter Tradition hatte er seine Rede in Reimform gehalten. Mit Bezug auf den Slogan der Feuerwehr machte er deutlich, wie wichtig die Feuerwehr für die Ortschaften Langbroich und Harzelt ist. Die Feier fand danach einen gemütlichen Ausklang mit zahlreichen Anekdoten aus den vergangenen Jahrzehnten.

(red)
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