Kreis Heinsberg: Begehbare „Laufbahnen” aus transparentem Papier

Kreis Heinsberg: Begehbare „Laufbahnen” aus transparentem Papier

Zur einer Ausstellungseröffnung laden am Sonntag, 18. Oktober, die Kunst-Stiftung der Kreissparkasse Heinsberg und der Kunstverein Region Heinsberg ein. Auf dem Horster Hof in Heinsberg-Unterbruch wird um 11.30 Uhr Dr. Richard Nouvertné für die Sparkassen-Kunst-Stiftung die Ausstellung mit Werken von Ulli Böhmelmann eröffnen.

Frank Schablewski, wird zur Einführung in das Werk eine Klangpoesie uraufführen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog und eine Edition.

Die Kunst-Stiftung fördert in ihrer Veranstaltungsreihe „Kunst und Literatur” in diesem Jahr ein Projekt der Künstlerin Ulli Böhmelmann in Kooperation mit dem Schriftsteller Frank Schablewski. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Region Heinsberg realisiert. Ulli Böhmelmann wird in den Räumen des Kunstvereins eine begehbare Installation mit dem Titel „Laufbahnen” zeigen. Frank Schablewski komponiert dazu eine Klangpoesie.

Ulli Böhmelmann, geboren 1970 in Mainz, studierte von 1992 bis 1998 an der Hochschule für Künste Bremen und gründete 1999 ein Atelier in Köln. Zahlreiche Stipendien, Einzelausstellungen und Ausstellungbeteiligungen folgten.

Schwerpunkt der Arbeiten von Ulli Böhmelmann sind ortsbezogene Objektinstallationen in Räumen mit besonderer Atmosphäre. Die Objekte entstehen eigens für einen bestimmten Ort unter Einbeziehung der natürlichen Lichtverhältnisse. Transparente Materialien verstärken die Wege des natürlichen Lichts. Ihre bevorzugten Werkstoffe sind leicht und verletzlich : dünne Papiere, Vliese, Gipse oder Silikon. Das Arbeiten mit Raum durch plastische Eingriffe in den Raum und die sich daraus neu ergebenden Sichtweisen, charakterisieren den Kern des plastischen Denkens der Künstlerin.

Im Kunstverein Region Heinsberg entsteht eine Rauminstallation als Labyrinth mit von der Decke hängenden Bahnen aus weißem, dünnem, transparentem Papier, das eigentlich ausschließlich als Zigarettenpapier produziert wird. Die Besucher können sich durch das Labyrinth bewegen und können beim Verweilen im Labyrinth den Raum und sich selbst als Protagonisten der Installation erfahren.

Die zweite Komponente des Projekts ist eine Klangpoesie von Frank Schablewski, die am Eröffnungstag uraufgeführt wird. Sie begleitet einfühlsam die Installation von Ulli Böhmelmann und dient gleichzeitig als Einführung in das Projekt.

Frank Schablewski wurde 1965 in Hannover geboren. Ab 1985 absolvierte er ein Studium der bildenden Kunst und ein Studium der Literatur an der staatlichen Akademie für bildende Künste in Düsseldorf sowie Tanz an verschiedenen Instituten in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Neben dem literarischen Schaffen entstehen in der interdisziplinären Arbeit mit Künstlern Artefakte visueller Poesie, Katalogtexte und literarische Kunstreden.

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