Selfkant-Tüddern: Bauernmuseum Tüddern öffnet wieder seine Tore

Selfkant-Tüddern: Bauernmuseum Tüddern öffnet wieder seine Tore

„Auch die Schweine wollen die Kartoffel gekocht”, so warb ein Werbespruch aus den 30er-Jahren bei Landwirten zum Kauf eines Kartoffeldämpfers oder einer Dampfanlage. Nicht nur dieses Schmuckstück konnte über die Ostertage im Bauernmuseum Tüddern bewundert und bestaunt werden.

Vor diesen Dampfkesseln in der Museumshalle lockten unter anderem eine Holzschuhwerkstatt und eine alte Dorfschmiede.

Das Bauernmuseum Tüddern öffnete erstmals in diesem Jahr seine Tore, besonders die Traktoren strahlten im Wachsglanz. Im Eingangsbereich konnte neben vielen anderen Exponaten, und dies sind um die 1000 auf rund 2000 Quadratmeter im Museum, eine Waschecke bewundert werden.

Bei der Wäsche war teilweise schweißtreibende Handarbeit angesagt. Wasser, ein Waschkessel, ein Waschbrett, eine Wäschemangel und eine Feuerstelle benötigte die Bäuerin vor der Entwicklung der Waschmaschine.

Zahlreiche Traktoren aus den 50er-Jahren lassen ebenfalls so manches Herz höher schlagen. Viele dieser Schmuckstücke stehen nicht nur herum, sie rattern und knattern noch. Einige Geräte sehen aus wie kleine „Monster”, aber diese haben nichts Böses im Sinn.

Ab den 50er-Jahren hielt der Traktor mehr und mehr Einzug. Vor der Zeit der Traktoren kamen Pferde und hier und da auch Bullen zum Einsatz. Zum Beispiel bei der Kartoffelernte: Die Kartoffel wurde mit dem Roder ausgefahren und per Hand aufgelesen. Ferner wurde das Feld per Hand gepflügt. Es war körperliche Schwerstarbeit, die verrichtet wurde.

All diese benötigten und wertvollen Geräte und Werkzeuge als eindrucksvolle Zeugnisse der Landwirtschaft bis zur Modernisierung vor wenigen Jahrzehnten sind im Bauernmuseum zu bewundern und zu bestaunen.