Eschweiler-Röthgen: Bahnübergang Jägerspfad: Die Schranke bleibt bald für immer unten

Eschweiler-Röthgen: Bahnübergang Jägerspfad: Die Schranke bleibt bald für immer unten

Mittwoch stecken sie wieder die Köpfe zusammen, die Vertreter der Eschweiler Stadtverwaltung und der Städteregion. Das Thema: die Bahnunterführung an der Röthgener Straße. Diesmal sitzt auch die Bezirksregierung mit am Tisch, denn es soll ausgelotet werden, welche Fördertöpfe finanzielle Unterstützung versprechen.

Denn die Unterführung aufzuweiten, dürfte teuer werden. Mindestens fünf Millionen Euro schätzen Experten. Einen Batzen davon soll die Städteregion bezahlen, schließlich ist es ihre Straße, die unter die Bahngleise führt. In Aachen zaudert man allerdings.

Immerhin ist weiter Bewegung in der Sache. Ein Sprecher der Deutschen Bahn teilte am Dienstag auf Anfrage mit, dass man sofort mit der Planung beginnen werde, sobald die Zusage der Städteregion vorliege, ihren Anteil der Kosten zu tragen. Damit liegt der Ball in Aachen. „Wir sind uns inzwischen mit der Städteregion einig, dass eine Aufweitung erfolgen soll“, sagt der Eschweiler Technische Beigeordnete Hermann Gödde. Wann jedoch mit der Maßnahme begonnen wird, steht immer noch in den Sternen. Der Städteregionstag will in einer seiner nächsten Sitzungen darüber befinden.

Vier Millionen Euro

Definitiv los gehen die Bauarbeiten etwa 150 Meter weiter östlich am Jägerspfad. Dort wird der Bahnübergang geschlossen. Die Verkehrskommission des Regionalrates gab dem Projekt in der vergangenen Woche ihren Segen. Etwa vier Millionen Euro soll der Umbau dort verschlingen, 925.400 Euro sollen davon vom Land beigesteuert werden. „Die DB Netz AG und die Stadt Eschweiler möchten zur Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer die höhengleiche Kreuzung Jägers­pfad zwischen Schiene und Straße beseitigen und durch ein Ersatzbauwerk ersetzten“, teilt ein Bahnsprecher mit. Baubeginn soll Ende 2016 sein. Frühestens in 2017 soll der Bahnübergang der Vergangenheit angehören, spätestens in 2018.

Stadt in Vorleistung

Bis dies jedoch geschieht, muss die Bahnunterführung für Fußgänger und Radfahrer, die vom Ringofen-Gelände zur Burgstraße führt, fertiggestellt sein. Die Stadtverwaltung hofft zudem, dass die Deutsche Bahn Geld an die Stadtkasse überweist. Schließlich sei die Stadt schon mehrfach in Vorleistung getreten, argumentiert Hermann Gödde. Eine ausverhandelte und unterschriftsreife Kreuzungsvereinbarung liegt derzeit in Düsseldorf bei der Deutschen Bahn. Kommt dort die Zusage, dann hat der Stadtrat das letzte Wort. Im Rathaus geht man davon aus, dass noch in diesem Jahr die Entscheidung fallen wird.

Ähnlich optimistisch denkt man beim Kreisverkehr an der Euregiobahnstrecke auf der Röthgener Straße. Die sogenannte PT1-Planung wurde von den Ingenieuren überarbeitet und soll im Mai vorgestellt werden. Sie legt unter anderem signaltechnische Details fest. Dort liegt es an der Euregio-Verkehrs-Schienennetz GmbH, wann die Bagger anrollen.

Passend zum Streik der Bahn-Gewerkschaft: Es ist bei den Schienenprojekten in Röthgen weiterhin mit Verzögerungen zu rechnen.

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