Erkelenz: Babysitter: Kein Job für schwache Nerven

Erkelenz: Babysitter: Kein Job für schwache Nerven

Zehn Schülerinnen der Pestalozzischule werden zum Ende des Schuljahrs erstmals ein Babysitter-Diplom erhalten. Umgesetzt werden konnte diese Idee durch das Engagement der Sonderschullehrerin Melanie Werner, die auch die Kooperationspartnerinnen ins Boot holte.

Ein halbes Jahr lang setzten sich die Schülerinnen im Rahmen des berufsvorbereitenden Unterrichts intensiv mit dem Thema „Babysitten” auseinander.

Thematisiert wurden vor allen Dingen die Grundvoraussetzungen, über die ein Babysitter verfügen muss: Ausdauer, Zuverlässigkeit, Geduld, Verständnis und Liebe zu Kindern. Unter der sachkundigen Anleitung der Lehrerin, selbst Mutter zweier Kleinkinder, mussten sich die Schülerinnen mit Erwartungen auseinandersetzen, die Eltern an einen Babysitter haben, geeignetes Spielzeug in den Blick nehmen und sich mit Kinderspielen beschäftigen.

Erste Erfahrungen in der Umsetzung des Gelernten konnten die 14- bis 16-Jährigen bei einer Hospitation im Kindergarten machen. Im Anschluss an dieses Praktikum wurde ausführlich reflektiert, wie sich die Mädchen den Kindern gegenüber verhalten hatten.

Ein weiterer Baustein auf dem Weg zum Babysitter-Diplom war der Erste-Hilfe-Kurs der Kinderkrankenschwester Tanja Deldique. Dabei lernten die Jugendlichen, wie man besonnen reagieren und im Ernstfall agieren muss, bis eventuell notwendige ärztliche Hilfe eintrifft. Den Abschluss des 20-wöchigen Kurses bildeten eine theoretische und praktische Prüfung, die von der Hebamme Hanna Kästner abgenommen wurde.

Auch im nächsten Schuljahr soll der Babysitterkurs angeboten und als fester Bestandteil in das berufsvorbereitende Programm der Schule aufgenommen werden.

Die Pestalozzischule vermittelt aus dem Kreis der Diplom-Absolventen auch Babysitter und stellt Kontakt zu den Jugendlichen her. Interessenten wenden sich an Melanie Werner, Pestalozzischule Erkelenz, Schulring 36, 02431 /943450