Pläne für den Büchel: Auch Bezirksvertretung Mitte mit positivem Votum

Pläne für den Büchel : Auch Bezirksvertretung Mitte mit positivem Votum

Die Bezirksvertretung Aachen-Mitte hat über die aktuellen Pläne für die Bebauung des Büchels diskutiert. Das Urteil der Politikerinnen und Politiker ist einhellig.

Als große Chance begreift auch die Bezirksvertretung Aachen-Mitte die Neugestaltung des Büchels. Das Parkhaus ist weg – endlich – und so wird jetzt laut Stadtplaner Christoph Vogt erst richtig sichtbar, was hier entstehen kann. Dass dabei das Konzept „Wissen, Wohnen, Wiese“ das Rennen gemacht hat, freut alle Beteiligten gleichermaßen. „Das Projekt hat eine hohe Bedeutung für die Innenstadt“, betonte Baudezernentin Frauke Burgdorff einmal mehr, als das Planungsteam den Politikerinnen und Politikern der Bezirksvertretung  Aachen-Mitte die Einzelheiten der Planung jetzt noch einmal im Detail vorstellte.

 Gewünscht seien eine „hochwertige, zeitgenössische Architektur, eine Stadt auf Augenhöhe und viele Kontaktmöglichkeiten“. Im Januar soll es entsprechend viele Veranstaltungen zur Rahmenplanung geben. Allerdings werden all diese Vorhaben laut Planungsteam nicht von heute auf morgen zu realisieren sein. Zweieinhalb bis drei Jahre müssen die Aachener mit einer „Zwischennutzungszeit“ der Wiese rechnen. „Die soll aber auch in dieser Zeit schön und gepflegt sein“, so Christoph Vogt. Er präsentierte zudem die drei Varianten zur künftigen Gestaltung der Wiese.

„Die Prostitution an der Antoniusstraße bleibt weiter bestehen“, betonte schließlich Isabel Strehle, Fachbereichsleiterin Stadtentwicklung, noch einmal ganz ausdrücklich. Man werde sie aber auf den Ostteil konzentrieren und die Rahmenbedingungen verbessern. Was das letztendlich für die Zukunft der „Wiese“ und den gewünschten Aufenthaltscharakter dort bedeuten könnte, kommentierte Patrick Deloie (SPD) mit den Worten: „Das kann auch nach hinten losgehen.“ Alles in allem zeigten sich die Politikerinnen und Politiker höchst angetan von den vorgestellten Plänen: „Unsere Unterstützung sollen Sie bekommen“, kommentierte beispielsweise Dr. Ralf Gerhard Otten (CDU). Eine Abbruchszenerie wie seinerzeit am Kaiserplatz wolle man schließlich nicht noch einmal erleben, fügte er hinzu.

Frauke Burgdorff unterstrich noch einmal die Bedeutung der Bürgerinnen und Bürger, die das Projekt auch als „Investoren“ unterstützen könnten. „Wir müssen den Begriff ausweiten“, sagte sie. Jeder Mieter, der sich langfristig an diesen Ort binde, sei durch seine Mietzahlungen ein Investor, betonte sie. Und Bezirksbürgermeister Achim Ferrari sieht in der Gestaltung des Büchels auch eine Möglichkeit, sich als Bezirksvertretung zu präsentieren. „Wir sollten dann aber nicht den Eindruck erwecken, dass wir uns nur noch um den Büchel kümmern“, warf Patrick Deloie ein.

Dass noch viele Fragen offen sind, zeigte die Frage von Pascal Pfeiffer, Grüne: „Wo ist denn das ‚Wissen‘ in Ihren Plänen?“ In den umliegenden Gebäuden möglicherweise, lautete die vorläufige Antwort. „Wir werden uns langsam auch an solche Themen heranrobben“, meinte Burgdorff.