Hückelhoven: Zweite Krippenausstellung im Pfarrzentrum Burg

Hückelhoven : Zweite Krippenausstellung im Pfarrzentrum Burg

Die Darstellungsformen sind genauso unterschiedlich wie die Kulturen ihrer Erbauer.

In Japan bringen Samurai dem Jesuskind die Geschenke, bei den Inuit liegt es auf einem Schlitten, in Afrika hat Gottes Sohn selbstverständlich eine dunkle Hautfarbe, bei peruanischen Geburtsszenen sucht man vergeblich nach Maria und Josef.

Die Figuren bestehen nicht nur aus Holz. Porzellan, Gips oder Keramik erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit. Doch eines vereint alle Krippen dieser Erde: Sie zeugen von tief empfundener Religiosität und außerordentlicher Kunstfertigkeit - jede auf ihre eigene Art.

Über 30 Exponate aus beinahe aller Herren Länder beherbergt zurzeit das Pfarrzentrum Burg. Noch bis zum 1. Dezember steht die zweite Krippenausstellung der St. Lambertus-Gemeinde weihnachtlich interessierten Besuchern offen.

„Ein wichtiges Ziel dieser Ausstellung ist es, uns gemeinsam mit Kindern auf Weihnachten, das Fest der Geburt Jesu, vorzubereiten”, formulierte Pfarrer Dieter Wintz bei der rege besuchten Eröffnung am Sonntag anschauliche Begrüßungsworte. „Ein wichtiges Unterfangen, wie mir scheint.” Daher trägt die farbenfrohe Präsentation auch den viel sagenden Titel „Die Geburt Jesu begreifen”.

Zwölf Familien aus der Umgebung haben der Gemeinde ihre „Heiligtümer” zur Verfügung gestellt. Dazu kommen mehr als 20 Krippen aus Ruanda, Tansania, Peru und anderen Ländern. Das kleinste Kunstwerk der Ausstellung, die Krippe in der Mohnkapsel, weist gerade einmal die Größe eines Apfels auf und passt garantiert unter jeden Weihnachtsbaum. Reich verziert bot sich die rechteckige Retabel-Krippe aus Peru den Blicken der Besucher dar. Die Besonderheit des 1,20 Meter hohen Schreins: Er kann einem Schrank gleich kurzerhand verschlossen werden.

Zweifellos werden die teils fragilen Gebilde wie rohe Eier behandelt. Eine Ausnahme bildet da allerdings die Krippe von Pfarrer Wintz, die im ursprünglichen Sinn gar keine richtige ist.

Voll bewegliche Bibel-Figuren, die in Zusammenarbeit mit dem Kindermissionswerk und einer Werkstatt auf den Philippinen entstanden sind, können vor selbst gestaltbaren Kulissen nach Herzenslust bewegt werden - anfassen strengstens erlaubt.

„Indem Kinder Figuren in die Hand nehmen, begreifen sie im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Wirklichkeit”, erläutert der Pfarrer. Zwei Jahre habe die Anfertigung der 20 bis 30 Zentimeter großen Erzählpuppen gedauert. Grundlage zum Bau der Spielkrippe seien indes Erfahrungen bei der Kinderbibelwoche während der Osterferien gewesen, so Initiator Wintz. Neun Gruppen aus Kindergarten und Grundschule hätten bereits ihren Besuch angemeldet.

Zu folgenden Terminen sind Besichtigungen der Krippenausstellung möglich: Mittwoch, 27. November, 10 bis 12 Uhr; Donnerstag 17 bis 19 Uhr und Sonntag, 1. Dezember, 11 bis 16 Uhr.

Fachkundige Führungen nach Absprache unter: 02433/2571.