Zwei Volljuristen mit viel Selbstbewusstsein

Zwei Volljuristen mit viel Selbstbewusstsein

Kreis Heinsberg. Beide sind Parteimänner der CDU, beide möchten die Nachfolge von Landrat Karl Gruber antreten, und beide warben am Samstag bei der Auftaktveranstaltung des CDU-Stadtverbandes Erkelenz zu den Wahlen 2004 in Venrath für ihre Person: Kreisdirektor Peter Deckers (46) und Stephan Pusch (35), CDU-Stadtverbandsvorsitzender von Hückelhoven.

Auf Wunsch des Vorstandes fassten sich die beiden Bewerber um die CDU-Landratskandidatur zwar sehr kurz, umrissen dabei aber dennoch die fachlichen Qualitäten, die ihrer Meinung nach ein Bewerber dieses Amtes mitbringen muss.

Deckers, der in Bonn das Studium der Rechtswissenschaften absolviert hat, wies auf seinen beruflichen Werdegang als Amts- und Dezernatsleiter in der Kreisverwaltung und die daraus resultierenden Erfahrungswerte hin.

1997 sei er einstimmig zum Kreisdirektor gewählt worden - ein Wahlergebnis, das ihm ein Zeichen dafür ist, in seinen bisherigen Positionen gute Arbeit geleistet zu haben. Seitdem trage er die Führungsverantwortung für rund 1200 Mitarbeiter, so der Kandidat aus Heinsberg.

Das Aufgabenfeld eines Landrates kenne er, Deckers, sehr genau, da er mit Amtsinhaber Gruber aufgrund dessen vielfältiger Verpflichtungen eng zusammenarbeite. „Ich kann deshalb mit Fug und Recht behaupten, dass ich die umfangreiche Palette der Aufgaben eines Landrates nicht nur kennen gelernt, sondern zu großen Teilen auch ausgeführt habe.”

Deckers will sich dafür einsetzen, das „Potenzial des Kreises Heins-berg als Wirtschafts-, Kultur-, und Naturraum” weiter zu entwickeln und zwar in Zusammenarbeit mit allen Kommunen. Richtschnur seines Handelns sei ihm stets das Wohl und die Interessen der Bürger gewesen.

Selbst aus einfachen Verhältnissen stammend, suche er fortwährend den Kontakt zum „so genannten kleinen Mann”. Deckers betonte mit Blick auf seine bisherige Tätigkeit: „Bei mir ist niemals ein Bittsteller oder Beschwerdeführer abgewiesen worden.” Zudem sei ihm Teamwork zwischen allen im Kreistag vertretenen Fraktionen ein ständiges Anliegen.

Stephan Pusch, neben seiner kommunalpolitischen Tätigkeit auch Mitglied des Kreistages und ebenfalls Jura-Absolvent, gestand ein: „Mir ist es nicht einfach gefallen, mich als Kandidat zu bewerben.” Denn im Gegensatz zu seinem Berufsleben als Rechtsanwalt komme es in der Politik leider nicht immer darauf an, der am besten geeignete Bewerber für ein Amt zu sein, „sondern andere Interessen spielen auch eine Rolle, auf die man keinen Einfluss hat”.

Keinen Zweifel ließ Pusch indes an seinen Ambitionen: „Ich will´s werden.” Wichtig sei es, sowohl eine persönliche als auch eine sachliche Eignung anzubieten - und das tue er, nämlich die des Juristen und die des Betreibers einer erfolgreichen Kommunalpolitik.

Mit 16 Jahren ist Pusch in die CDU eingetreten, war in der Jungen Union sowie im Ortsverband Kleingladbach tätig, übernahm 1999 den Vorsitz des Stadtverbandes und wurde im gleichen Jahr Kreistagsabgeordneter.

Pusch hält die Kompetenzen, die sein Gegenkandidat als Kreisdirektor erworben hat, nicht für Ausschlag gebend.

„Die Position des Landrates muss auch eine politische Komponente haben”, betonte Pusch. Und vor allem gehe es darum, Kontakte mit den Bürgern aufzubauen und zu pflegen. Seine Empfehlung: „Ich denke, dass ich diese Aufgabe gut ausfüllen würde.”