Erkelenz: Zustimmung für Agrarzentrum Tenholter Straße

Erkelenz : Zustimmung für Agrarzentrum Tenholter Straße

Die Verlagerung der Skateanlage von der Graf-Reinald-Straße zum Adolf-Kolping-Hof ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Die Anlieger, Skeptiker und Befürworter taten gut daran, am Dienstag nicht zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung zu kommen.

Denn sie hätten nicht nur wegen der defekten Heizung im Alten Rathaus gefroren, sie hätten auch nichts erfahren. Denn dieser Tagesordnungspunkt wurde ohne Kommentar kurzfristig von der Tagesordnung abgesetzt, die Vorlage aus den Unterlagen entfernt.

Wie zu erfahren war, gibt es noch „Beratungsbedarf”. Die Verwaltung hat nach diversen Planungen und Gesprächen mit Bürgern, aber auch hausintern noch einige Fragen zu klären, bevor sie mit einer wasserdichten Vorlage vor die Kommunalpolitiker treten kann.

Somit trat ein zweites Thema in den Mittelpunkt: die Ansiedlung eines großen Agrarzentrum zwischen Bahnstrecke, Kreisstraße 32 und Tenholter Straße. Auf 60 000 Quadratmetern will die Raiffeisen-Waren-Genossenschaft Rhein-Maas (RWG) mit Sitz in Willich eine zentrale schaffen, in der 30 Menschen Arbeit finden könnten.

Getreidesilos sind Knackpunkt

Knackpunkt der Planung sind sechs Getreidesilos, deren Höhe von rund 25 Meter nicht allen Ausschussmitgliedern passte. Die RWG-Vertreter räumten zwar bei der Sitzung ein, dass die Silos unübersehbar seien, sie wollen jedoch versuchen, durch intensive Begrünung des Geländes den Eindruck zu mildern.

So sollen entlang eines drei bis vier Meter breiten Grünstreifens an der Tenholter Straße sieben bis neun Meter hohe Bäume angepflanzt werden.

Im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes möchte die RWG die Erlaubnis erhalten, dort schnellstmöglich zu beginnen, wobei zunächst die Getreidesilos gebaut werden sollen.

Bedenken wegen des aufkommenden Verkehrs, die der Grüne Henry Lohmann äußerte, wies der technische Beigeordnete Ansgar Lurweg zurück. Es sei errechnet worden, dass die Straßen den zusätzlichen Verkehr der landwirtschaftlichen Fahrzeuge von und zum Agrarzentrum aufnehmen könnten.

Mithin stimmte der Stawi einstimmig zu.