Hückelhoven: Zur Weihnachtszeit hats Harald schwer

Hückelhoven : Zur Weihnachtszeit hats Harald schwer

Tannen haben´s schwer. Ganz besonders dann, wenn Heiligabend vor der Tür steht, sie nicht von kerzengeradem Wuchs sind und trotzdem ein richtiger Weihnachtsbaum mit allem drum und dran sein wollen.

So wie Nadelbaum Harald. Der ist zwar unheimlich krumm, aber höchst sympathisch. Ob das wohl reicht? Kleine Menschen ab vier Jahren litten und lachten kräftig mit, als die Theatergruppe „Die Mimosen¬” aus Düren am Montag das wohl welterste „Tannical” - ein Weihnachtsminimusical - in der Aula des Gymnasiums inszenierten: „Der Weihnachtstraum des Tannenbaums”.

Ein Theaterstück, das Mut macht, die eigenen Träume und Wünsche zu verfolgen, auch wenn man scheinbar nicht den äußeren Erwartungen und „Schönheitsidealen” der anderen entspricht. Happyend natürlich inklusive. Anlass zur Aufführung bot das Theater-Starter-Projekt.

Vornehmlich dick eingepackt in mollig warme Sachen strömten Kindergruppen sowie deren Betreuer an den Ort des Geschehens. Wenig trug das Zwei-Personen-Stück anfänglich dazu bei, dass ihnen warm (ums Herz) wurde. Doch zum Ende hin, da wird klar: Weihnachten ist und bleibt ein Fest der Liebe.

Zum Inhalt: Beinahe wäre es um Harald (gespielt von Kai Meister) geschehen gewesen. Oberförsterin Rosi (Bibina Heimes) hatte nämlich schon beschlossen, das windschiefe Exemplar zu Brennholz zu verarbeiten, statt es auf dem Weihnachtsmarkt zu verkaufen.

Denn: „Rosis Tannen sind berühmt für besonders geraden Wuchs.” Über Nacht dann geschieht das Wunder. Harald bekommt Wurzelfüße und kann urplötzlich durch die Welt wandeln. Dabei kennt er nur ein einziges Ziel: den Weihnachtsmarkt in der großen Stadt.

Innere Werte zählen

Ein Supersonderpreis von 10 Euro führt allerdings nicht zum erwünschten Verkaufserfolg. Die Leute wollen lieber Plastikbäume und die anderen Tannen keine Konkurrenz. Als das Nadelgehölz auch noch vom zwielichtigen Zaster-Heinz (ebenfalls Heimes) entführt und eingesperrt wird, starten Stadtmaus Susi, Waldschnee-Eule Elvira und Rosi eine Rettungsaktion.

Ende gut, alles gut: Tanne Harald landet nicht im Ofen, sondern reich geschmückt im Wohnzimmer der Försterin. Schließlich sind es die inneren Werte, die wirklich zählen.