Düren: Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis Düren steigt

Düren : Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis Düren steigt

Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis Düren steigt. Vom 1. Januar bis zum 30. September dieses Jahres verzeichnet die Polizei 675 Einbrüche — das sind 61 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Immerhin 107 Einbrüche konnten 2015 aufgeklärt werden.

„Die Aufklärung von Wohnungseinbrüchen“, sagt Jörg Malejka, Leiter der Direktion Kriminalität der Kreispolizeibehörde, „sind bei uns ein Behördenschwerpunkt. Und gerade jetzt zu Beginn der dunklen Jahreszeit wollen wir die Menschen in Düren noch einmal für dieses Thema sensibilisieren.“ „Riegel vor — sicher ist sicher“ heißt die landesweite Aktionswoche, an der sich auch die Dürener Polizei mit zahlreichen Veranstaltungen beteiligt.

Viele Einbrüche tagsüber

„Ein Großteil der Wohnungseinbrüche“, sagt Dietmar Schorn vom Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz, „findet tagsüber statt. Und gerade die Stunden der Dämmerung, wenn es draußen dunkel wird und die Menschen aber noch bei der Arbeit sind, sind für potenzielle Täter natürlich sehr attraktiv.“ Dietmar Schorn empfiehlt grundsätzlich eine gute Sicherung von Fenstern und Türen. „Wir haben die Erfahrung gemacht“, so der erfahrene Polizist, „dass der Faktor Zeit bei Einbrüchen eine ganz entscheidende Rolle spielt.“

Täter, die sich innerhalb von drei bis fünf Minuten keinen Zutritt zu Haus oder Wohnung verschaffen könnten, würden den Tatort in der Regel wieder verlassen. Schorn: „Das Entdeckungsrisiko ist einfach zu groß. Deswegen ist es sinnvoll, alle Fenster im Erdgeschoss und Balkontüren mit einem abschließbaren Griff und einer sogenannten Pilzzapfenverriegelung zu schützen.“ Beides verhindert, dass Fenster einfach aufgehebelt werden können. Schorn hält diese Art der Wohnungssicherung für wichtiger als eine Alarmanlage. „Mechanik geht vor Elektronik“, sagt er und erklärt auch gleich, warum: „Eine Alarmanlage verhindert nicht, dass die Täter schnell ins Haus kommen. Es gibt Studien, die besagen, dass 50 Prozent der Einbrecher ihre Tat fortsetzen, wenn die Alarmanlage losgegangen ist.“

Natürlich ist eine entsprechende Sicherung von Fenstern und Türen nicht billig. „Pro Fenster“, weiß Schorn, muss man schon mit 250 Euro rechnen. Aber die Investition lohnt sich.“ Darüber hinaus rät der Polizeibeamte, Hecken und Sträucher vor dem Haus nicht höher als 80 Zentimeter wachsen zu lassen. Schorn: „Die Pflanzen können gleichermaßen Sichtschutz und ein Ort sein, an dem die Täter sich verstecken können.“

Gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft „Rureifel“, zu der elf Fachbetriebe aus der Region gehören, verleiht die Polizei zudem die Präventionsplakette „Zuhause sicher“. Schorn: „Wer Fenster und Türen gesichert und Rauchmelder installiert hat, über eine gut sichtbare Hausnummer verfügt und ein Telefon am Bett hat, bekommt die Plakette, die ebenfalls Einbrecher abschrecken soll.“ Eine entsprechende Beratung durch Dietmar Schorn (Telefon 02421/9498711) ist kostenlos.