Erkelenz: WLK und KWH warten auf das Kartellamt

Erkelenz : WLK und KWH warten auf das Kartellamt

Die Fusionsgespräche zwischen der Westdeutschen Licht- und Kraftwerke AG (WLK) und den Kreiswerken Heinsberg (KWH) sind abgeschlossen, sagte der WLK- Geschäftsführer Markus Palic in Erkelenz.

Eingeladen hatte die Gesellschaft, um ihr neues „WLK-Geo-Infosystem” vorzustellen, mit dem künftig Zeichnungsbestände etwa für Strom-, Erdgas- oder Wasserleitungen mobil abgerufen werden können.

Standorte bleiben Geilenkirchen und Erkelenz

Palic berichtete, dass nur noch die Zustimmung des Kartellamtes fehle, das Bedenken wegen des Fusionswunsches von WLK und KWH geäußert hat. „Wir denken, Anfang Januar den endgültigen Bescheid zu bekommen”, meinte Palic.

Wenn die Entscheidung des Kartellamtes positiv ausfalle, werde die Fusion in den ersten Monaten des Jahres vollzogen. Geplant sei, dass beide Standorte, Geilenkirchen und Erkelenz, bleiben.

In Geilenkirchen soll der Hauptsitz, in Erkelenz die Geschäftsstelle des fusionierten Energieversorgungsunternehmens sein.

Detaillierte Planungen gebe es noch nicht. Fürs erste würden Andreas Schwarberg (KWH) und Markus Palic die Geschäftsleitung übernehmen.

„Wir sind derzeit so weit, dass Wegberg und Niederkrüchten komplett an das neue Digitale System angeschlossen sind.” Erkelenz und Hückelhoven seien zu etwa 50 Prozent bearbeitet, die restlichen Kabel- und Rohrleitungen sollen voraussichtlich in den nächsten zwei bis drei Jahren elektronisch vermessen und digital aufbereitet werden.

Vor sieben Jahren hätten die Arbeiten dazu begonnen. Keine kleine Aufgabe: Die WLK versorgt immerhin Niederkrüchten, Wegberg, Erkelenz und Hückelhoven komplett mit Strom und Erdgas (zirka je 60 000 Kunden), sowie die Kernstadt Erkelenz und einige umliegende Ortschaften mit Wasser (zirka 5000 Kunden).

Auf einer rund 330 Quadratkilometer großen Versorgungsfläche seien es immerhin 1700 Kilometer Strom- und Telekomleitungen, 820 Trafostationen, 600 Erdgas- und über 100 Kilometer Wasserleitungen und 220 Gasregelstationen.

Die Kosten lägen bei etwa 300 000 Euro pro Jahr. „Auf lange Sicht gesehen, wird sich die Digitalisierung rentieren”, betonte Palic. Entlassungen habe es nicht gegeben. Im Gegenteil, zeitweise hätte die WLK an die sechs externe Mitarbeiter beschäftigen können.

Über PC jederzeit Einsicht in das Kartenwerk

Die Vorteile dieses Systems lägen auf der Hand: Daten auf kleinstem Raum, einfacherer und problemloserer Datenaustausch. „Selbst der Entstörungsdienst hat über einen mobilen PC jederzeit Einsicht in das Kartenwerk.”