Wissens-Schub nicht nur für Bergbaulaien

Wissens-Schub nicht nur für Bergbaulaien

Hückelhoven (an-o/jasp) - Auch dieses Mal erfreute sich der Tag der offenen Tür an Schacht III auf dem alten Zechengelände großer Beliebtheit. Scheinbar erinnern sich viele Hückelhovener noch gerne an die "gute alte Zeit" auf "Sophia-Jacoba" zurück.

Auch wenn man direkt bemerken muss, dass es wohl nicht Nostalgie und das gute Wetter allein waren, die für den Besucherandrang verantwortlich waren. So hatte der Förderverein "Schacht III" bei der Planung des Ereignisses bestimmt auch die anderen Aktivitäten am vergangenen Sonntag in der Hückelhovener Innenstadt berücksichtigt. Und so war es dann auch nicht verwunderlich, dass viele Besucher den Weg zu Schacht III direkt vom Fischmarkt und vom geschäftsoffenen Sonntag fanden. Aber auch ohne einen vorherigen Gang durch die Innenstadt lohnte sich der Besuch auf dem ehemaligen Zechengelände.

Stollen unter Wasser

Vor allem die Führungen durch die in langwieriger Arbeit wiederhergestellten Gebäude an Schacht III erfreuten sich großer Beliebtheit. Vieles konnten Besucher auf diesen Rundgängen lernen, so zum Beispiel, wofür eine "Kaue" eigentlich gut war oder wie man damals mit einem Grubenfahrrad von einem Stollen zum nächsten kam.

Doch nicht nur Bergbaulaien konnten ihr Wissen erweitern, teilweise lernten auch noch die alten Kumpel vom Förderverein etwas dazu, wenn ein Rundgangsteilnehmer, selber früher Bergmann, noch eine Anekdote oder etwas Wissenswertes beisteuerte. Nur eines blieb den Besuchern verwehrt: eine Fahrt ins Bergwerk selber. Franz-Josef Sonnen, Vorsitzender des Fördervereins, musste Besucheranfragen in dieser Richtung ablehnen: Inzwischen stehen die Stollen von "Sophia-Jacoba" nämlich unter Wasser.