Hückelhoven: „Wir leben gerne in Hückelhoven”

Hückelhoven : „Wir leben gerne in Hückelhoven”

Vielleicht hat es am Wetter gelegen, vielleicht auch an der Uhrzeit, die sich die Organisatoren des ersten Hückelhovener Neubürger-Informationsabends ausgesucht haben, jedenfalls ließ die Besucherresonanz doch sehr zu wünschen übrig.

Davon zeugten unter anderem die Mengen an belegten Brötchen und Kuchenplatten, die die wenigen Gäste unmöglich schaffen konnten. Rund 730 Einladungen hatten die Veranstalter, darunter die Werbegemeinschaft Hückelhoven, an Neubürger verschickt.

Gekommen waren nur wenige. Schade eigentlich, denn den Besuchern in der Hückelhovener Aula bot sich ein durchaus informativer Abend, der ihnen ihre neue Heimat ein Stück näher brachte.

Interessantes aus der Geschichte von Hückelhoven brachte Bürgermeister Werner Schmitz vom Podium aus seinen Gästen näher. Neben ihm saßen noch der Moderator des Abends, Moderator Romulus Timar, der Leiter des Kulturamtes, Hubert Pantin, und Roland Maintz von der Werbegemeinschaft Hückelhoven in lockerer Runde auf dem Talk-Sofa.

Nachdem die Neubürger über das Hückelhovener Einkaufsangebot. die Vielfalt der kulturellen Veranstaltungen und schließlich noch über die Möglichkeit, sich als „Hückelhovener des Jahres” auszeichnen zu lassen, informiert worden waren, gab es auch die Gelegenheit, die eigenen Fragen an die alteingesessenen Hückelhovener zu richten.

„Wie sieht es mit der Arbeitslosigkeit in Hückelhoven aus?” und „Was wird für mehr Ausbildungsplätze getan?” wollten die Besucher wissen.

„Da bin ich als Bürgermeister natürlich besonders gefordert”, gab Werner Schmitz zur Antwort. In Hückelhoven seien 101 Nationalitäten vertreten, das Problem der Arbeitslosigkeit sei besonders gravieren, aber er tue alles in seiner Macht stehende, um neue Stellen zu schaffen - was beispielsweise durch die Ansiedlung von QVC und DPD in Hückelhoven-Baal bereits gelungen sei.

Des Weiteren wurde von den Neubürgern kritisiert, dass in Hückelhoven ein zweiter Augenarzt fehle. Ein Thema, dass auch dem Bürgermeister schon seit Jahren auf der Seele brennt. „Bisher waren meine Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt, aber ich werde weiterhin dafür kämpfen.”

Heinz und Ingrid Lehmann sind zwei der Neubürger, die die Gelegenheit nutzten, in der Aula des Gymnasiums noch etwas Neues über Hückelhoven zu erfahren. Ihre Eltern waren damals bei Sophia Jacoba beschäftigt, aber den größten Teil ihres Lebens haben sie in Ratingen verbracht.

„Wir sind zurückgekommen, weil hier die Häuserpreise einfach günstiger sind. Aber auch darüber hinaus haben wir es nicht bereut, wieder hergezogen zu sein”, erklärt das Ehepaar. „Wir haben hier noch ein paar interessante Dinge erfahren, und sowieso fühlen wir uns wohl. Die Menschen sind einfach freundlicher und helfen gerne. Wir leben gerne in Hückelhoven.”