Wassenberg: Winkens gegen Übermacht ohne Chance

Wassenberg : Winkens gegen Übermacht ohne Chance

„Diese Riesenübermacht ist in der Tat eine bunte Pracht, an der wir uns alle, die Kleinen und Großen, höchstwahrscheinlich die Hörner abstoßen”, musste ein wie ein Wikinger behelmter Bürgermeister Manfred Winkens erkennen. Trotz Verstärkung durch Rat und Verwaltung, blieb ihm bei der Erstürmung des Rosstorplatzes am Ende nur die Kapitulation.

Strahlender Sonnenschein bot den aus allen Stadtteilen Wassenbergs herbei geeilten Karnevalisten ideale Voraussetzungen, ihre närrische Streitmacht zu formieren. Während unter dem Kommando von Kongo-Präsident Bernd Jaegers und seiner Stellvertreterin Marly Flesch die Zahl der Angreifer immer größer wurde, ahnte Bürgermeister Manfred Winkens wohl schon, dass seine Chancen nicht zum Besten standen.

„Alle werden wir jetzt hetzen und im Marienbruch in Freigehege setzen”, drohte denn auch gleich Präsident Bernd Jaegers. „Habt ihr Angst vor uns Jecken, dass ich tut Euch hinter dem Zaun verstecken?”, höhnte Marly Flesch. „Wir werden schnellstens Euch vertreiben und ein neues Zeitalter dann schreiben.”

„Die Zeichen der Macht stehen auf Narretei, mit Eurem Rathausklüngel ist es vorbei”, unterstrich Orsbecks Sitzungspräsident Achim Wirschin die Forderung der Karnevalisten. „Übergebt uns die Schlüssel der Stadt, denn wir haben Eure Regierung satt”, forderte Prinz Alexander I. von den Effeldern. Bei soviel Entschlossenheit blieb dem Bürgermeister keine andere Wahl, als die weiße Fahne zu schwenken.