Windmühle als Botschafter des Neuen

Windmühle als Botschafter des Neuen

Erkelenz (an-o) - Der Umsiedlungsstandort für Immerath, Lützerath und Pesch bei Kückhoven nimmt Gestalt an - auf dem Papier. Dabei haben die Planer eine Zielsetzung: Erhalt und Förderung des bestehenden gesellschaftlichen Lebens und der bewährten sozialen Strukturen.

Der vom Aachener Planungsbüro Heinz und Jahnen erstellte städtebauliche Entwurf war jetzt mehrfach Thema in diversen Beiräten und Ausschüssen. Besonders bei den von der Umsiedlung betroffenen Bewohner kommt es gut an, dass die Planer wieder einen Dorfmittelpunkt mit Platz, Bürgerhaus und Kirche vorgesehen haben. Ob beim Bau einer neuen Kirche im Umsiedlungsstandort allerdings das Bistum Aachen mitspielt, ist nach wie vor völlig offen. Das Beispiel Neu-Otzenrath zeigt aber, dass die Diözese wohl auf den Bau einer großen Kirche verzichten wird.

Von daher dürfte die markante Immerather Pfarrkirche mit ihren zwei mächtigen Türmen wohl in einigen Jahren als Wahrzeichen ausgedient haben. Die Abrissbagger werden auch den "Immerather Dom" wie die übrigen Gebäude dem Erdboden gleich machen.

Und was passiert mit dem zweiten Immerather Wahrzeichen? Dazu die Planer: "Die Mühle als altes und neues fernwirksames Merkmal erhält als Vereins- und Ausflugslokal einen prominenten Standort." Die Windmühle soll den geografischen Mittelbereich der drei Ortschaften ebenso stärken wie Turnhalle und Sportplatz. In den Erläuterungen wird die Mühle ob ihres herausragenden Standortes zum Botschafter des Ortes gekürt.

Kaisersaal und Lunapark

Nach den Vorstellungen der Planer gliedert sich der Umsiedlungsstandort wie die drei Ortschaften, die in wenigen Jahren den Rheinbraun-Baggern weichen müssen, in vielfältige Quartiere und Nachbarschaften. Am Umsiedlungsstandort neu errichtet wird auch der Kaisersaal. Und der Lunapark, den "verwunschene Wege" mit den Wohnquartieren verbinden, soll mitten im Ort die Bewohner zum Flanieren animieren.