Geilenkirchen-Würm: Wilde Gefährte kentern in Wurmfluten

Geilenkirchen-Würm : Wilde Gefährte kentern in Wurmfluten

Manny und Manni waren die ersten Badewannenkapitäne, die am Samstag die Wurm runterschipperten. Die beiden ehemaligen Präsidenten der Karnevalsgesellschaft „Würmer Wenk“ besetzten die Prominenten-Bütt und paddelten so allen voran.

Vor der 14. Ausgabe des legendären Badewannenrennens auf der Wurm schauten der Vorsitzende des veranstaltenden Fördervereins, Dieter Spelz, und der Erfinder des weithin bekannten Events, Günter Cüppers, argwöhnisch in den Himmel. Sie wussten warum, denn die Wetterprognosen verhießen nichts Gutes, und so wurde es kurz nach dem Startschuss auch mal von oben nass. „Nur bei unserem ersten Rennen im Jahr 2000 hat es bisher geregnet“, erinnert sich Günter Cüppers an eigentlich durchgehend sonnige Zeiten.

Erstmals seit dem Jahr 2000 mussten sich die Zuschauer beim Badewannenrennen mit Regenschirmen bewaffnen.
Erstmals seit dem Jahr 2000 mussten sich die Zuschauer beim Badewannenrennen mit Regenschirmen bewaffnen.

Nun ja, das bisschen Wasser aus der falschen Richtung konnte keinen Teilnehmer aus der Ruhe bringen. Bei Außentemperaturen von 17 Grad und bei 14 Grad kaltem Wurmwasser bereiteten sich die 31 Teilnehmerteams auf das Ereignis vor. So kalt war es beim Rennen noch nie, und deshalb hatten sich die Zuschauer aus der ganzen Region mit Schutzmaterialien wie Decken, Schirmen und Regencapes eingedeckt.

Die Jungs des Jugendheimes Süggerath traten wieder mit ihrem 14 Meter langen „Wurm Wurm“ an.
Die Jungs des Jugendheimes Süggerath traten wieder mit ihrem 14 Meter langen „Wurm Wurm“ an.

In diesem Jahr wagten sich weitaus weniger Freunde des lustigen Wasservergnügens in die Fluten. Das mag an verschiedenen Großveranstaltungen im Umfeld oder an den kühlen Bedingungen gelegen haben.

Ein Prosit auf das feuchtfröhliche Vergnügen in der Wurm.
Ein Prosit auf das feuchtfröhliche Vergnügen in der Wurm.

Auch glaubt Günter Cüppers, dass einigen „Stammteilnehmern“ die Lust an der Fahrt vergrault wurde, weil diesmal das Campieren auf der Wiese in der Nacht von Freitag auf Samstag aus Gründen des Naturschutzes nicht mehr erlaubt war. Der Karnevalsverein wird den Grund für den Rückgang noch zu analysieren haben. Rund 100 Helfer von der Würmer Karnevalsgesellschaft, vom Technischen Hilfswerk, von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, von den Maltesern und von der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr sorgten während des Badewannenrennens und später beim Burgfest in Honsdorf für einen reibungslosen Verlauf. „Wir bieten warme Getränke, saftige Preise und eine schlampige Bedienung“, sagte Karnevalist Günter Cüppers nicht ganz ernst gemeint. Nachdem das Promi-Boot Fahrt aufgenommen hatte, machten sich die Jungs vom Süggerather Jugendheim parat. Zum sechsten und letzten Mal ließen sie ihren „Wurm Wurm“ zu Wasser. Das 14 Meter lange Gefährt besteht aus sieben Badewannen und 14 stabilisierenden Fässern. „Wir haben den längsten Badewannenexpress“, machten die Jungs klar.

Ab dem nächsten Jahr wollen sich die Süggerather wannenmäßig verändern. Während Manny und Manni noch vorne weg paddelten, was das Zeug herhielt, gab es im Gefolge bereits die ersten Kenteraktionen und dadurch bedingte Staus.

Auch die drei in der vergangenen Woche von unserer Zeitung vorgestellten Wannen des Franziskusheimes hielten tapfer mit und kamen alle ins Ziel. Mit Spritzgewehren und Wassereimern sorgten etliche Zeitgenossen am Rande dafür, dass bei den Menschen kein Auge trocken blieb. Aber insgesamt verlief der beliebte „Wassersport“ ohne besondere Zwischenfälle und zur vollsten Zufriedenheit des „Würmer Wenk“.