Wie weiland Rumpelstilzchen

Wie weiland Rumpelstilzchen

(an-o) - Nachdem nun der Naturschutzbund das Haus Wildenrath in Erbpacht von der Stadt Wegberg übernommen hat, scheint die Zukunft dieser für Natur und Umwelt wichtigen Bildungsstätte gesichert.

Dass bei der Einzugsfeier auch eine Spinnerin am Werk war, lenkt(e) die Aufmerksamkeit nicht nur auf ein altes ehrwürdiges Handwerk, sondern vielleicht noch mehr auf einen Geisteszustand weiter Kreise unserer heutigen Welt - im Kleinen wie im Großen. Alleine die Turbulenzen in einer Partei, in der es im Augenblick mehr Stroh zu geben scheint als Gold und in der der eine oder andere Vertreter stark an Rumpelstilzchen erinnert (Sie erinnern sich: Das war jenes Männlein, das sich selbst entzweiriss, als die zur Königin gewordene Müllerstochter seinen Namen erfahren hatte.), rufen die alten Märchen wieder in Erinnerung.

Die Bezeichnung Spinner (hier sind nicht die Schmetterlinge gemeint und auch nicht die Angelköder) ist allerdings weit untertrieben für einen Mann, dessen irrwitzige Macht-Ideen uns seit einer Woche im Grunde Hirngespinst-Fernseh-Programme bescheren, welche die wahren Schrecken des Kriegs ausblenden. Ob da das alte Sprichwort hilft, wonach auf die Dauer jedes Verbrechen durchschaut wird?: "Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen." Im Grunde bräuchten wir jetzt dringend einen Prinzen, der die in Irrtümern und Fehlentwicklungen "eingedornte" Menschheit wach küsst, wie es weiland mit Dornröschen passiert war, das sich durch die Spindel der bösen Fee in einen hundertjährigen Schlaf versetzt hatte.