Baal: Wie ein Umzug vom Nord- ins Olympiastadion

Baal : Wie ein Umzug vom Nord- ins Olympiastadion

Ein neuer Stern leuchtet über den närrischen Himmel von Baal: die jecken „Dotterblömkes”, eine starke Frauengruppe von 13 aktiven Mitglieder, die Damensitzungen in Baal organisiert und zum Auftakt gleich drei ausverkaufte Sitzungen vorweisen konnte.

Nach Fertigstellung des Kulturzentrums Bürgerhaus gründete sich im vergangenen Jahr diese Gruppe.

Bisher traten die närrische Frauen bei der Frauengemeinschaft im katholischen Jugendheim auf, dessen Räumlichkeit keine Erweiterung zulässt, so die Vorsitzende Brigitte Königs am Sonntagnachmittag bei der Premiere im blau-gelb dekorierten Bürgerhaus. Den Wechsel vom Jugendheim ins Bürgerhaus sei vergleichbar wie der Umzug vom Nordstadion ins Olympia-Stadion.

Mit dem Auftakt verfolgen die Dotterblömkes auch einen sozialen Zweck: Überschüsse aus den Veranstaltungen gehen als Spende an das Hospiz in Erkelenz.

Das umfangreiche Programm, das von Sitzungspräsidentin Gabi Klöber fast wie ein Profi moderiert wurde, ließ kaum einen Wunsch offen. Zunächst stellten sich die Dotterblömkes mit einem eigenen Eröffnungslied mit Gesang vor, in dem das närrische Publikum mit einstimmte, ehe sich alles „öm und en de Bütt” drehte.

Geprägt war der feucht-fröhliche Nachmittag von selbst gestrickten Sketchen, die mit viel Originalität aufgeführt wurden und die Lachmuskeln erheblich strapazierte.

Ob das „Geschäftsessen” mit Andrea Schüller, Sabine Hermanns und Kerstin Köllges, oder Leni Meuser und Brigitte Königs mit ihren Eheproblemen wie auch beim „Standesamt” mit Elfi Riedesel, Marion Rasch, Ilona Fajger und Andrea Schüüler, bei dem zum Schluss der Standesbeamten die Braut heiratet und noch einige mehr.

Irgendwie sah man die Frauen in verschiedenen Rollen und hatte Spaß daran. Ohne sichtbares Lampenfieber stieg Marita van Gassen einmal als „Fallschirmspringer”und dann als „Marie” mit ihrer Familiengeschichte in die Bütt.

Aufgelockert durch Schunkelwalzer, Tänze und Gesang riss die Stimmung bis zum Ende nicht ab. Am Schluss gab es bei den Dotterblömkes große Erleichterung über die überaus gelungene Premiere.