Kreis Düren: Wetter: Der Mai war besonders kühl und feucht

Kreis Düren : Wetter: Der Mai war besonders kühl und feucht

Trotz des wechselhaften Monats Mai war das Frühjahr insgesamt extrem warm. In allen Höhenlagen wurde die viertwärmste Frühlingsmitteltemperatur seit 1900 errechnet (Düren 11,2 Grad). Nur unwesentlich wärmer war es im Frühling 2000, 2007 und 2011.

Zum ersten Mal seit November 2013 waren die Monatsmitteltemperaturen (Düren 13,2 Grad, Vossenack 11,6 Grad) im Mai wieder kühler als der langjährige Mittelwert. Bis zu den Eisheiligen blieben die Temperaturen recht frisch. Am 4. Mai wurden die niedrigsten Luftfrostwerte von folgenden Wetterstationen gemeldet: Hergarten -1,1 Grad und Heimbach -0,1 Grad. Vor Bodenfrost mussten aber alle Pflanzen — vor allem die Erdbeerblüten — geschützt werden.

Erst nach der Monatsmitte stiegen die Temperaturen kurz auf sommerliche Werte. Die höchsten Werte des Monats (bis 28 Grad) kamen aus dem Dreieck Nörvenich-Düren-Zülpich. Der Mai konnte wie schon der April die enorme Sonnenscheindauer des März nicht übertreffen. Folgende Summen wurden von den Stationen des Kreises gemeldet: Düren 194, Zülpich 187, Schmidt 171, Heimbach 152 und Vossenack 141 Stunden Sonne.

Nach einem sehr trockenen März und April konnte der Mai die Wünsche vieler Landwirte und Hobbygärtner nach ausreichend Regen erfüllen. Unwetter oder starke Gewitter blieben aber aus. Am 6. Mai brachten Gewitter die größten Tagessummen örtlich über 20 l/qm. Die Monatssummen waren meist überdurchschnittlich, aber nicht überall. In einigen Orten blieben die Summen sogar unter 50 Liter (Obermaubach 48 l und Düren 41 l/qm). Ansonsten stiegen die Summen auf 50-70 l/qm. Gevenich meldete 108 l/qm als Folge der Gewitter vom 6. und 22. Mai.