West bietet nun „PrivatGas” an

West bietet nun „PrivatGas” an

Kreis Heinsberg. Rund 17.000 Kunden hatten in den vergangenen Wochen Post von West Energie und Verkehr in den Briefkästen.

In dem Schreiben war der Gasvertrag gekündigt, aber gleichzeitig auch ein Angebot für den künftigen Bezug unterbreitet worden.

Da die früher zur Berechnung auch herangezogene Kesselleitung nicht mehr zeitgemäß sei, wurde der künftige Preis für die Kunden auf einen Arbeitspreis für die verbrauchte Erdgasmenge und einen monatlichen Grundpreis für alle festgelegt und den Kunden angeboten, einen neuen Vertrag zu unterschreiben, um schon ab 1. Oktober in den günstigeren Tarif zu kommen. Ab 1. Januar 2005 ist die Umstellung sonst obligatorisch.

In einem Pressegespräch erläuterte am Montag der Bereichsleiter Vertrieb der West, Prokurist Dr.Wolfgang Hüppe, das neue Preissystem. Dabei zeigte er sich erfreut, dass schon etwa 20 Prozent der Kunden das neue Vertragsangebot angenommen hätten. Er teilte zugleich mit, dass die ursprüngliche Angebotsfrist für „PrivatGas” um 14 Tage bis zum 15.Oktober verlängert worden sei.

Dabei musste er allerdings eingestehen, dass wegen der drastischen Erhöhungen der Ölpreise und damit der Gasbeschaffungskosten sich der Arbeitspreis im „Sonderabkommen Haushalt” um 0,38 Cent je Kilowattstunde netto erhöhe.

Die gestiegenen Beschaffungskosten, so argumentierte Wolfgang Hüppe, müssten weitergegeben werden. Er rechnete aber auch vor, dass sich trotzdem das neue Preissystem für 95 Prozent der Kunden günstiger auswirke und die Erhöhung nicht zwischen acht bis zwölf, sondern nur bei etwa vier Prozent liege und bei einem Durchschnittsverbrauch von 30000 Kilowattstunden und einem 20-kW-Kessel allenfalls etwa 60Euro jährlich betrage.

Wolfgang Hüppe betonte, dass das neue Preissystem gerechter und auch transparenter für die Kunden sein werde. West Energie und Verkehr selbst erwartet mit dieser Änderung auch Ersparnisse im Verwaltungsablauf mit weniger umständlichen und unterschiedlichen Abrechnungen.

Künftig werden 95 Prozent der Kunden 3,78 Cent je Kilowattstunde netto und einen monatlichen Grundbetrag von 11,80 Euro zu zahlen haben. Nur fünf Prozent stehen wegen ihres Miniverbrauches schlechter da. Bei ihnen dürfte sich der Mehrbetrag um etwa 13Euro bewegen.

Wer sich noch einmal genau informieren möchte, kann beim West-Beratungsteam unter 02431/888555 anrufen. Auch der Tarifrechner auf der Internetseite http://www.west-euv.de kann benutzt werden.