Wenn der Schmerz im Kopf dumpf hämmert

Wenn der Schmerz im Kopf dumpf hämmert

Kreis Heinsberg. Es hämmert dumpf im Kopf, der Schmerz ist stechend, pochend, drückend oder ziehend. Kopfschmerzen machen sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar.

Allen ist aber eines gemein: Wenn die Kopfschmerzen lange anhalten, machen sie das Leben zur Qual. Etwa Dreiviertel aller Deutschen leiden zumindest zeitweise unter den unangenehmen Schmerzzuständen.

Die Apotheker im Kreis Heinsberg nehmen deshalb den bundesweiten Kopfschmerztag des Deutschen Grünen Kreuzes zum Anlass und bieten vom 30. August bis 4. September eine Kopfschmerz-Beratungswoche an.

Fast 200 Arten

„Insgesamt unterscheidet man fast 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen”, erklärt Hans Kühle, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg. „Der größte Teil der Betroffenen leidet unter einer der beiden Hauptkopfschmerzarten, Spannungskopfschmerz und Migräne.”

Ursachen von Spannungskopfschmerzen sind meist seelische Belastungen und Fehlhaltungen beim Sitzen oder Stehen. Auch Aufenthalte in schlecht gelüfteten Räumen, langes Sitzen vor dem Computer und selbst Flüssigkeitsmangel können die Schmerzen verursachen. Zu den Faktoren, die Migräne auslösen, gehören Übermüdung, hormonelle Faktoren, bestimmte Nahrungsmittel und Wettereinflüsse.

Die meisten Patienten therapieren sich bei Kopfschmerzen selbst. Doch die unsachgemäße Anwendung von Schmerzmitteln kann ebenfalls zur Ursache von Kopfschmerzen werden. Daher kommt dem Apotheker eine wichtige Funktion bei der Beratung zu.

Hans Kühle: „Nicht immer ist das Mittel, das Bekannte empfehlen, das richtige für einen selbst. Wer etwa Probleme mit dem Magen hat, sollte nicht zu Präparaten mit dem Wirkstoff Acetylsalicyisäure greifen. Bei Lebererkrankungen ist Paracetamol eher ungeeignet.”

Damit die richtige Entscheidung getroffen wird, empfiehlt sich die fachliche Beratung in der Apotheke. Zudem sollte man sich vor dem Griff zur Tablette fragen, ob der Schmerz nicht mit anderen Mitteln bekämpft werden kann. „Bei Migräne lässt sich vielfach schon durch Ruhe Linderung erzielen”, so der Pressesprecher.

„Handelt es sich um Spannungskopfschmerz kann ein Spaziergang an der frischen Luft gut tun.” Erfolge ließen sich auch mit Pfefferminzöl, das auf die Schläfen aufgetragen wird, erreichen. Kühle Kompressen und feuchtheiße Umschläge auf Nacken und Stirn lindern den Schmerz.

„Wer allerdings mehrmals im Monat Beschwerden hat und immer wieder zu Schmerzmitteln greifen muss, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen”, rät Kühle.