Ratheim: „Wenk” will Gürtel enger schnallen

Ratheim : „Wenk” will Gürtel enger schnallen

Die Ratheimer Karnevalsgesellschaft „Roathemer Wenk” muss den Gürtel enger schnallen - zumindest finanziell.

„Alle sind aufgerufen, sich aktiv an der Sanierung des Vereins zu beteiligen”, appellierte der Vorsitzende Jakob Meissner bei der Jahreshauptversammlung. Hintergrund ist, dass der „Wenk” ans Finanzamt knapp 16 000 Euro Umsatzsteuer nachzahlen musste.

Zwar seien diese Steuerschulden nach Aussage von Kassierer Albert Stenger mittlerweile beglichen. Für einen großen Teil habe der Verein allerdings ein zinsloses Darlehen einer Privatperson in Anspruch genommen, das er nun zurückzahlen müsse. „Das wollen wir nach spätestens vier Jahren geschafft haben”, so Albert Stenger.

Eine erste Spendensammel-Aktion sei bereits erfolgreich gewesen. Trotzdem muss der „Wenk” in der nächsten Zeit jeden Euro zweimal umdrehen. Vorsitzender Meissner glaubt an den Erfolg, fordert aber Gemeinschaftssinn von den Mitgliedern: „Es kann nur aufwärts gehen, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Arbeiten wir daran, das Schiff âRoathemer Wenk wieder in ein ruhiges Fahrwasser zu bringen.”

Die Ratheimer Karnevalisten hoffen auf zusätzliche Einnahmen, beispielsweise beim Sommerfest. Für eine Tombola sollen Lose verkauft, mit dem Erlös neue Kostüme für Tänzerinnen angeschafft werden.

In die kommende Session starten die Karnevalisten mit einem Novum: Erstmals wird der „Wenk” am 7. November kein Kinderprinzenpaar proklamieren, sondern ein Kinder-Dreigestirn. Marc Neugebauer ist Prinz, Kevin Sonn der Bauer und Kristina Stenger die Jungfrau.