Wassenberg: Weihnachtsfee hilft den Maya-Freunden

Wassenberg : Weihnachtsfee hilft den Maya-Freunden

Die ideelle und finanzielle Unterstützung der Partnerschule in Cantel in Guatemala ist schon seit Ende der 90er Jahre ein Hilfsprojekt der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg, das sich um die regelmäßige und gezielte Förderung der Maya-Schüler bemüht.

So erbrachten Tage der offenen Tür, Schulfeste, Sponsorenläufe der Schüler, Verkaufsstände auf den Wassenberger Märkten und weihnachtliche Konzerte im Forum der Schule mit hunderten Besuchern stets beachtliche Summen, die erstaunten und stets ihren Zweck erreichten.

Der enge Briefkontakt und persönliche Besuche schufen ein offenes Vertrauensklima. So war es auch selbstverständlich, dass die Schülergruppen ihre Maya-Schülerfreunde teilhaben ließen an der vorweihnachtlichen Freude, indem sie ein Weihnachtskonzert veranstalteten mit einem bunten Programm musikalischen, literarischen und rhythmischen Inhalts, das auch nicht vergessen ließ, dass es nicht allen Kindern auf dieser Weit gut geht.

Das Forum war proppenvoll. Viele Eltern und Freunde waren mitgekommen, die diese Atmosphäre sichtlich genossen. Erstaunlich war auch die Disziplin im Forum. Der Weihnachtsmann und die Weihnachtsfee im romantischen Phantasiekostüm waren eine echte Comedy-Nummer. 24 Auftritte kleiner, mittlerer und großer Gruppen überboten sich in schönen instrumentalen oder gesanglichen Vorträgen.

Erstaunlich war auch, wie viele Kinder schon sehr passabel ein Instrument spielen. Eine besondere Überraschung bot da das „Bläserensemble” aus zehn Musikerinnen und Musikern, die alle einem Instrumentalverein im Stadtgebiet angehören und als Lehrer oder Schüler zur Betty-Reis-Gesamtschule zählen. Das waren alles Könner, die wunderschön zusammenspielten.

Das zügig ablaufende Weihnachtskonzert schloss mit dem spanischen „Feliz navidad”, das von Schülerchören und Gästen im Parkett gemeinsam gesungen wurde. Die Musiklehrerinnen Andrea Lemmen-Wahl, Kathleen Seidel, Gisela Gatzen, Bianca Michell, Maxime Lufen und Sandra Platen waren für Programmgestaltung, Einstudierung und Ablauf des Konzertabends mit viel Gespür im Einsatz.

Zwischendurch gab es auch einen aktuellen Bericht über die „Lage in Cantel”, der erkennen ließ, wo und wie bereits geholfen wurde - aber auch, wo weitere Hilfe von Nöten ist. 700 Euro kamen an Direktspenden am Weihnachtskonzertabend zusammen. Damit kann schon wieder einiges zur Verbesserung der Situation in Guatemala getan worden.