Wassenberg: Weihbischof Dr. Dicke würdigt Hospiz-Arbeit

Wassenberg : Weihbischof Dr. Dicke würdigt Hospiz-Arbeit

Im Rahmen seiner umfangreichen Visitations- und Firmungsreise im Dekanat Wassenberg hatte der Besuch von Weihbischof Dr. Dicke in der Caritas-Station Wassenberg eine besondere Bedeutung.

Hier sind bekanntlich die ambulante Pflegestation der Caritas für die Bereiche Wassenberg und eines Teiles von Ratheim, die Ökumenische Hospiz-Initiative „Regenbogen” Wassenberg für die Stadtgebiete Wassenberg und Heinsberg sowie den Gemeindebereich Waldfeucht und der Gemeindliche soziale Dienst für die Dekanate Wassenberg, Heinsberg-Oberbruch und Heinsberg-Waldfeucht räumlich an einem Ort untergebracht.

Weihbischof Dr. Dicke wurde begleitet von Propst Rainer Mohren, Dekan Dieter Gerhards und Gemeindereferentin Brigitta Beiten.

Bereits bei seiner eindrucksvollen Predigt zur Marienfeier am Birgelener „Pützchen” hatte der Bischof auf die besondere Bedeutung des ambulanten Hospiz-Dienstes durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hingewiesen, die dem schwer leidenden Kranken und seinen pflegenden Angehörigen manche seelische und praktische Hilfe sowie menschliche Nähe geben können.

In dem offenen Gespräch mit den Pflegedienstleiterinnen Gaby Gromotka (Wegberg) und Gaby Crass (Wassenberg), Marion Peters (Leiterin der Abteilung Gesundheit und Pflege des Caritasverbandes für die Region Heinsberg), Bärbel Windelen (Leiterin des Sozialen Dienstes) sowie Martina Birkenbach und Elfriede Scheidtweiler vom Vorstand des Hospiz-Dienstes „Regenbogen” wurde deutlich, wie wichtig und hilfreich die Vernetzung dieser pflegerischen Dienste zum Nutzen der betroffenen Familien ist. Viele auf sich allein gestellte pflegende Angehörige fänden nur schwer oder gar nicht den Weg zu den Pflegediensten von sich aus.

Bischof Dr. Dicke sprach von der zunehmenden Vereinsamung vieler allein stehender Personen, die sich ohne einen direkten Anstoß von außen oft nicht trauten, Hilfeleistungen in Anspruch zu nehmen.

Viele wüssten auch gar nicht, dass es diese Hilfsmöglichkeiten gebe. Hier gebe es auch Unterschiede in der „Annahme” solcher Hilfsmöglichkeiten in ländlichen oder großstädtischen Wohnbezirken. Auch die Einschaltung von Selbsthilfegruppen könnte hier informativ hilfreich sein.

Die in Wassenberg auf räumlichem Gebiet gegebene Vernetzung der Pflege- und Hilfsangebote sei ein „Pilotprojekt”, das beispielsweise in Großstädten gar nicht möglich sei wegen der großflächigen Bereiche, die durch die einzelnen Pflegedienste zu erfassen seien. Es komme immer darauf an, herauszufinden, wo Hilfestellung angeboten werden solle. Es sei wichtig, den Betroffenen die Scheu zu nehmen. Auch von Seiten der Pfarrgremien könne hier mancher gute Tipp gegeben werden.

Weihbischof Dr. Dicke bedankte sich bei den Gesprächsteilnehmerinnen. Er wünschte ihnen allen die Kraft und die Zuversicht, die zur Ausübung dieser schweren Aufgaben am leidenden Menschen notwendig seien.