Wegberg: Wegberger Mühlentour feiert Premiere

Wegberg : Wegberger Mühlentour feiert Premiere

Ihre Mühlen sind ein starkes Pfund, mit dem die Stadt Wegberg künftig verstärkt wuchern wird. Das hob auch Bürgermeister Reinhold Pillich bei der Eröffnung der ersten Wegberger Mühlentour an der Wegberger Mühle hervor.

Wer Lust und Zeit hatte, konnte sich auf den Weg machen und die Mühlen besichtigen. Neben geführten Rad-, Wander- und Walkingtouren standen aber auch durchaus attraktive Transportmöglichkeiten zur Verfügung. So konnte man sich in einem Oldtimer-Bus, einer schneeweißen Stretch-Limousine oder per Pferdekutsche zu den Mühlen bringen lassen.

Ausgangspunkt war die Wegberger Mühle, wo auch auf die kleinen Besucher ein attraktives Unterhaltungs- und Mitmachprogramm wartete. Auch an der Tüschenbroicher Mühle gab es Aktionen für Kinder und Familien.

„Die Wassermühlen in unserer Stadt werden immer mehr zu einem Anziehungspunkt für Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung”, betonte Pillich bei der Enthüllung einer Infotafel am Eingang der Wegberger Mühle.

An der Schwalm und ihren Nebenflüssen waren zu Spitzenzeiten 22 Mühlen aktiv, in den meisten wurde Öl geschlagen. Noch heute sind 13 Mühlen im Stadtgebiet sichtbar. Dies biete der Stadt ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Kommunen, das zur Förderung des sanften Tourismus eine herausragende Bedeutung habe.

Immerhin konnte schon die Zahl der Übernachtungen auf rund 55.000 pro Jahr gesteigert werden, die Zahl der Tagestouristen ist zwischenzeitlich auf jährlich rund 25.000 angestiegen. Die damalige Ramacher Mühle wurde vor drei Jahren erworben und restauriert. Heute stellt sie einen kulturellen, künstlerischen und Vereinstreffpunkt im Herzen der Stadt dar.

Einen kleinen Wermutstropfen hatte Pillich jedoch für die Besucher: Das geplante und funktionsfähige Mühlrad, das er gerne an dem denkmalgeschützten Gebäude anbringen lassen würde, wird wohl noch etwas auf sich warten lassen. Derzeit würden intensive Gespräche mit den zuständigen Behörden und dem Schwalmverband geführt, denn die Schwalm muss in Höhe der Mühle angestaut werden, damit das geplante Mühlrad auch etwas zu tun bekommt.