Wegberg: Wegberger Klinik: Streit mit Betriebsrat

Wegberg : Wegberger Klinik: Streit mit Betriebsrat

Die Sankt Antonius Klinik in Wegberg kommt nicht zur Ruhe. Jetzt gibt es massive Querelen zwischen dem Betriebsrat und Mitarbeitern. So sollte am Mittwochnachmittag auf Einladung des Betriebsrates eine Betriebsversammlung stattfinden.

Sie hat aber nach seiner Auffassung nicht stattgefunden, „da einige wenige Mitarbeiter - teilweise sogar mit körperlicher Gewalt - den Betriebsrat an der ordnungsgemäßen Durchführung der Veranstaltung gehindert haben”, so die Betriebsratsvorsitzende Brigitte Henz in der am Donnerstag verteilten Einladung zu einer neuen Betriebsversammlung am 2. Mai. „Diese entsprechenden Personen haben mit einem hohen Maß an krimineller Energie die Veranstaltung gestört und werden von uns zur Anzeige gebracht.”

Eine andere Einschätzung von der Versammlung haben vier Mitarbeiter der Klinik, die ausdrücklich betonen, dass sie nicht auf Anregung von Klinikchef Dr. Arnold Pier handeln. „Wir wollen dazu beitragen, dass die Klinik und das Altenheim endlich einmal zur Ruhe kommen und es vorwärts geht”, sagt etwa Bianca Peters.

Nach ihrer Schilderung habe der Betriebsrat geschlossen nach wenigen Minuten die Versammlung, an der rund 90 Mitarbeiter teilgenommen hätten, verlassen. Anlass sei ein Grußwort von Pier gewesen, das Oberarzt Dr.Erik Paust verlesen wollte. Als Henz ablehnte, die Versammlung aber darum bat, sei es zum Auszug gekommen.

„Wir haben dann noch eineinhalb Stunden zusammengesessen und diskutiert. Da wir uns durch diesen Betriebsrat nicht mehr vertreten fühlen, haben wir die Forderung aufgestellt, er soll zurücktreten”, ergänzt Kerstin Hoeren.

60 der zum diesem Zeitpunkt noch anwesenden 85 Kollegen hätten diese Forderung unterschrieben. Henz hingegen sieht „einige wenige Personen” als Quertreiber. „Eine Hand voll Leute hat uns gehindert, unsere Arbeit zu tun.”

Nach der Versammlung seien Kollegen auf sie zugekommen und hätten ihr gesagt, sei seien hinsichtlich der Unterschriftenliste „genötigt” worden. Selbstverständlich, so Henz, sei es das Anliegen des Betriebsrates, die Klinik zu erhalten.