Kreis Heinsberg: Wasserverband Eifel-Rur: Zusammenarbeit in Europa

Kreis Heinsberg : Wasserverband Eifel-Rur: Zusammenarbeit in Europa

Der Wasserverband Eifel-Rur hat sich zusammen mit Partnern aus den Niederlanden, England, Belgien und Frankreich erfolgreich um Fördermittel der EU für Planungs- und Ausführungsmaßnahmen der Wasserwirtschaft beworben.

Im niederländischen Almelo wurde jetzt der Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ein Hauptaugenmerk der Förderung liegt auf dem Thema Klimawandel.
Insgesamt sechs Teilnehmer aus fünf Nationen werden vielfältige Projekte aus der Wasserwirtschaft unter dem Sammelbegriff WAVE einbringen. WAVE steht für „Water Adaption is Valuable for Everybody”, sinngemäß: Die Anpassung der Wasserwirtschaft ist wertvoll für jedermann.

An der Unterzeichnungszeremonie nahmen WVER-Verbandsratsvorsitzender Paul Larue, Bürgermeister der Stadt Düren, und der Verbandsvorstand Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Firk, teil. „Das Klima wandelt sich ohne Rücksicht auf Landesgrenzen, deswegen ist die europäische Zusammenarbeit auch beim Wasser absolut geboten”, begründet Larue die eingegangene Kooperation. „Wasserverbände können den Klimawandel zwar nicht aufhalten, aber sie können die Folgen für die Bevölkerung erträglich machen”, ergänzt Firk.

Beim WAVE-Projekt, das bis 2013 läuft, geht es um Themen wie regionale Risikoanalyse des Klimawandels, Erstellung wasserwirtschaftlicher Berechnungsmodelle im Hinblick auf die Folgen der klimatischen Veränderungen, Schaffung von Retentionsräumen und Überschwemmungsflächen, aber auch um den Umgang mit längeren Trockenheiten und dem steigenden Meeresspiegel.

Außerdem sind die Klimafreundlichkeit bei wasserwirtschaftlichem Handeln, eine bessere Berücksichtigung der Ressource Wasser bei der Raumplanung und die Bewusstseinsschaffung in der Bevölkerung Bestandteile des Projektes. Die einzelnen Partner stellen sich dabei ihre Einzelmaßnahmen und Strategien gegenseitig vor und machen ihr zum Teil unterschiedliches Know-how für die jeweils Anderen nutzbar.

Der Wasserverband Eifel-Rur bringt mehrere Einzelprojekte in WAVE ein. So soll die Möglichkeit eines Anschlusses des Altarms „Rentnersruh” an die Rur auf dem Gebiet der Stadt Hückelhoven geprüft werden.

Dadurch würde nicht nur eine natürliche Gestalt des Flusses wiederhergestellt. Zugleich würde auch eine Steigerung der Attraktivität als Naherholungsgebiet erzielt. Damit verbunden ist eine Machbarkeitsstudie zur klimafreundlichen Nutzung von Grün- und Holzschnitt aus der Gewässerunterhaltung als Biomasse für die Energiegewinnung.

Ebenso wird untersucht, inwieweit die örtliche Landwirtschaft in die Gewässerunterhaltung mit einbezogen werden kann. In diese ganzheitliche Planung soll auch die „Stiftung Rheinische Kulturlandschaft” mit einbezogen werden.