Wassenberg: Wassenberg nimmt einen neuen Anlauf

Wassenberg : Wassenberg nimmt einen neuen Anlauf

Allseitiger Beifall für die Landesregierung in einem Rathaus - das kommt zur Zeit eher selten vor, doch in der jüngsten Wassenberger Ratssitzung gabs Tischeklopfen von links und rechts.

Grund für diese Anerkennung Richtung Düsseldorf war die Mitteilung von Bürgermeister Manfred Erdweg, dass das Land für den geplanten Bau eines städtischen Jugendzentrums 150 000 Euro als erste Vorfinanzierung zugesagt habe.

Nach einem Gespräch, das er am
3. April geführt habe, so Erdweg, sei auch die „Durchfinanzierung” des 466 000-Euro-Projekts seitens des Landes wahrscheinlich.

Das heißt, insgesamt 80 Prozent der förderfähigen Kosten (372 800 Euro) würden aus Landesmitteln finanziert; somit verbliebe ein städtischer Eigenanteil von 93 200 Euro.

Voraussetzung dieser Rechnung ist die Gesamtförderfähigkeit des Jugendzentrums. Um diese anerkannt zu bekommen, müssten noch einige Unterlagen eingereicht werden, erklärte der Bürgermeister, war aber äußerst zuversichtlich. Dem Haupt- und Finanzausschuss will er schon in der nächsten Sitzung eine „außerplanmäßige Verpflichtungserklärung” und entsprechende Finanzierungsvorschläge unterbreiten.

Geplant ist die Einrichtung eines städtischen Jugendzentrums in der ehemaligen Vermittlungsstelle der Telekom an der Pontorsonallee - nur wenige Schritte entfernt von den derzeit angemieteten Räumen des Jugendcafés an der Kirchstraße.

Vor fast genau zwei Jahren, am
24. April 2001, hatte der Wassenberger Sozial- und Jugendausschuss das brachliegende Telekom-Gebäude besichtigt. Damals standen drei Konzepte zweier Architekturbüros zur Diskussion. Das von den Jugendlichen in einer Befragung eindeutig favorisierte (teurere) Konzept kam damals nicht zum Zuge; einer der Architekten stieg wenig später aus dem Wettbewerb aus.

Die Detailplanung des von den Jugendlichen weniger geliebten Konzeptes sollte aber dennoch in enger Abstimmung zwischen ihnen und dem Architekten erfolgen. Förderantrag samt Konzept legte die Stadt auf einstimmigen Beschluss des Fachausschusses im Sommer 2001 vor; seitdem herrschte - zumindest vordergründig - Stillstand.

Nun kommt neue Bewegung ins Projekt „Jugendzentrum”, das noch Ende letzten Jahres bei der Haushaltseinbringung 2003 mit auf der Streichliste des Kämmerers stand, da aufgrund reduzierter Landesförderung bei der Erweiterung der Grundschulen St. Georg und Albert Schweitzer eine 650 000-Euro-Deckungslücke klafft, die geschlossen werden muss.