Erkelenz: „Wandern für die Straßenkinder in Brasilien”

Erkelenz : „Wandern für die Straßenkinder in Brasilien”

„Wir wandern für Straßenkinder in Brasilien”, so lautet das Motto des Gemeinschaftsprojektes der „Eine Welt AG” und der Schülervertretung des Cusanus-Gymnasiums in Erkelenz.

Mit dieser Aktion reagiert die Schule auf den „Hilferuf” von Anne Wenk, die bereits seit einem Dreivierteljahr in Brasilien sozialen Dienst leistet, verriet Bruno Bürgers, der als Lehrer die Eine Welt AG betreut.

Eine solche Wanderung habe es schon länger nicht mehr gegeben, meinte er. Nun gebe es aber einen sehr dringenden Grund. Denn die Schule in der die Kinder in Salvador de Bahia von der Straße geholt werden, ist in einem völlig desolaten Zustand.

„Die Schule steht vor einem Kollaps”, fasste Bürgers den Bericht von Anne Wenk zusammen. Zum einen sei die Schule, die Aluisio Pereira gründete, mittlerweile viel zu klein, zum anderen sei das Gebäude völlig heruntergekommen.

Überall gebe es undichte Stellen im Dach und regne es durch, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Rund 1700 Schüler in etwa 75 Klassen-/Tutorverbänden wollen nun auf zehn bis 20 Kilometer langen Strecken das Geld für den Umbau und die Renovierung der Schule am Freitag, 18. Juli, erwandern.

Mit von der Partie sei auch Schulgründer Aluisio Pereira. Den Flug nach Erkelenz zur Wanderung sponsorte dem engagierten Mann der Hückelhovener „Eine Welt Laden”.

Bei so vielen Schülern kommen schon so einige Kilometer, nämlich an die 25000 und hoffentlich auch einiges an Geld für die Straßenkinder in Salvador de Bahia in Brasilien zusammen. „Wir schätzen, dass für dieses Projekt 15 000 Euro benötigt werden”, betonte Bürgers.

Begeistert vom Engagement der Schüler ist auch Schulleiter, Michael Bierbach: „Wir unterstützen diese Arbeit. Vor allem um die Notwendigkeit dieser Arbeit den Schülern vor Augen zu führen.”

Er hofft, dass mit dieser Aktion konkrete Hilfe geleistet werden kann. Sollte mehr Geld erwandert werden, als für das Projekt in Brasilien benötigt wird, „und nur dann”, käme der „restliche Betrag” der Umgestaltung des Oberstufen-Schulhofes zu Gute. In unmittelbarer Nähe wirde gerade der Erweiterungsbau erstellt.

Wenn auch noch Geld für eine Kletterwand übrig sei, wäre dies toll.