Gerderath: „Vossem sowie Eckartz Hof sollen für sich bleiben”

Gerderath : „Vossem sowie Eckartz Hof sollen für sich bleiben”

Der alte Teil des Waldfriedhofs in Gerderath östlich der Friedhofstraße soll laut Verwaltung zum 31. Dezember 2049 entwidmet und geschlossen werden.

Dies erfuhr der Bezirksausschuss Gerderath bei seiner letzten Sitzung im Pfarrzentrum.

Bestehende Nutzungsrechte könnten jedoch „unter Beachtung des Schließungstermines verlängert werden, wenn die Mindestruhefrist für Erd- und Umenbestattungen bis zu diesem Zeitpunkt abgelaufen ist”, so der Vorschlag der Verwaltung. Damit solle etwa Witwen ermöglicht werden, trotz der neuen Situation neben dem Grab ihres Mannes bestattet werden zu können.

Ausnahmeregelungen für den erstmaligen Erwerb von Nutzungsrechten werde es allerdings nicht geben. Nach dem 1. Januar 2020 sollen keine Bestattungen mehr auf dem Gerderather Friedhof möglich sein. Die Verteilung von finanziellen Zuschüssen konnte der Bezirksausschuss noch nicht vornehmen, da mittlerweile ein völlig neues, scheinbar viel zu kompliziertes System gilt.

Nun gibt es 20 Cent je Einwohner, statt der bislang üblichen 50 Cent je Einwohner. Den Rest an finanziellen Mitteln gibt es nur noch über Anträge, die die gemeinnützigen Vereine an die Stadt stellen müssen. Von zwölf eingereichten Anträgen aus Gerderath waren nur drei vollständig, berichtete Schmitz. Nur vollständig eingereichte Anträge mit sämtlichen von der Stadt geforderten Unterlagen würden bearbeitet, hieß es.

Die Stadt habe nun die Frist für die Abgabe der Anträge bis Ende diesen Monats verlängert. Informiert wurde der Bezirksausschuss auch über die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten in Vossem, über die der Hauptausschuss der Stadt Erkelenz bereits Anfang Juni einen Beschluss gefasst hatte.

„Vossem sowie Eckartz Hof sollten für sich bleiben”, erklärte der Vorsitzende des Bezirksausschusses, Leo Schmitz. Dies sei den Planern gelungen. Mittlerweile würde in Vossem schon fleißig gebaut, wusste Schmitz zu berichten.

Ein weiteres Anliegen der Stadt ist es, Bürger dafür zu gewinnen, Patenschaften für Straßenbegleitgrün zu übernehmen. Etwa in der Wolfskaul oder am Trofbroich sei dies denkbar, hieß es. Tiefbauamtsleiter der Stadt Erkelenz, Oliver Knaup erläuterte darüber hinaus den Ausschussmitgliedern ausführlich den Generalentwässerungsplan für den Stadtbezirk Gerderath.