Hückelhoven: Vor Jenny I. sinkt Werner Schmitz zu Boden

Hückelhoven : Vor Jenny I. sinkt Werner Schmitz zu Boden

Es kommt nicht alle Tage vor, dass Bürgermeister Werner Schmitz zu Boden sinkt. Doch bei soviel Lieblichkeit, wie sie Prinzessin Jenny I. ausstrahlt, hatte der erste Mann Hückelhovens keine Wahl.

Knieend ließ er sich am Freitag den Orden der Ratheimer Wenk beim Prinzenempfang im Rathaus von dem königlichen Nachwuchs über die Schultern legen.

Die Narren dankten es ihm mit viel Applaus und einem dreifach Alaaf.

Überhaupt war die Stimmung in der Kantine blendend. Alle Karnevalsvereine der Hückelhovener Ortschaften hatten eine Abordnung geschickt. „Guten Morgen und Helau und Alaaf”, begrüßte Bürgermeister Schmitz die bunte Narrenschar pünktlich um 11.11 Uhr, ehe jede einzelne Gesellschaft ihre Aufwartung machten.

Ob Roathemer Wenk, Brökeler Kappehäuer, KG Eierköpp, Tipp Doveren, HKG, Trötemänn, KG Frohsinn, RKG Alle onger eene Hoot oder die Rurblümchen, alle sorgten sie auf dem Marmor des Rathausbodens in ihrer speziellen Art für ausgelassene Stimmung. Und das, obwohl sich die Jecken erst einmal umgewöhnen mussten.

Erstmals fand der bunte Reigen nämlich nicht im Ratssaal, sondern im Foyer der Rathaus-Kantine statt. „Da wir den Saal nach der Sitzung am Mittwoch nicht so schnell ausräumen konnten, wussten wir uns nicht anders zu helfen, als kurzerhand hierher umzuziehen”, bat der Verwaltungschef um Verständnis.

Die Moderation des Vormittags übernahm das Hückelhovener Karnevalsurgestein Ewald Müller. Mit einem dreifach Hückelhoven Alaaf und HKG Olé versetzte er die Anwesenden sogleich in Narrenlaune.

Die Ratheimer Karnevalisten hatten neben dem Kinderprinzenpaar, ihr Mariechen mitgebracht. Auch wenn Bürgermeister Werner Schmitz ob des glatten Bodens vor Rutschgefahr warnte, ließ es sich Mariechen Ramona nicht nehmen, ihren geradezu akrobatischen Tanz vorzuführen.

Ob Flickflack, Spagat oder Radschlag, die gelenkige Tänzerin beherrschte jede Figur und beeindruckte das Publikum mit einem rasanten Tempo. Schwung brachten unter anderem auch die Brachelener Jecken mit „Et fussig Julche”, alias Hedwig Köhnen, in die Kantine. Zwar war ihr Auftritt nicht ganz so halsbrecherisch, sorgte dafür aber mindestens für genauso viel Stimmung im Saal. Das Narrenvolk sang lautstark mit und schunkelte, was das Zeug hielt.