Myhl: Von „Verwahrschule” keine Spur mehr

Myhl : Von „Verwahrschule” keine Spur mehr

Die Einrichtung einer Kinderbetreuung in Myhl ist schon sehr alt. Die noch bis kurz nach der Jahrhundertwende in Myhl wirkenden Franziskanerinnen waren die ersten, die einen damals noch „Verwahrschule” genannten Kindergarten in Myhl anboten.

Nach der Nutzung verschiedener Lokalitäten im Laufe der folgenden Jahrzehnte errichtete die Kirchengemeinde St. Johannes in den 60er Jahren einen neuen, zeitgemäßen Kindergarten in der Schulstraße mit anschließendem, baumbestandenen Spielgelände.

1996 platzte der Kindergarten aus allen Nähten. Eine dritte „Notgruppe” wurde eingerichtet durch Umgestaltung des bisherigen Gymnastikraumes zum Gruppenraum. Geturnt wird seitdem in der nahe gelegenen Turnhalle der Katholischen Grundschule Myhl.

In den drei Gruppenräumen werden zurzeit 70 Kinder betreut, neun von ihnen in Übermittagsbetreuung, die vor allem von berufstätigen Müttern genutzt wird.

Bereits vorhandene, zum Teil nur als Abstellräume genutzte Nebenräume wurden ausgebaut und sinnvoll eingerichtet. Sie dienen jetzt als „„Untergruppenarbeitsräume” mit kleineren Kindergruppen und als zusätzliche Personalräume. Eine individuelle, zielgerichtete Gruppenarbeit bei kleinerer Teilnehmerzahl ist jetzt möglich.

Alle Räume strahlen hell und freundlich. Besonders schön und „modern” sind die Sanitärräume für Kinder. Architekt Dipl. Ing. Theo Cohnen aus Wassenberg besorgte die Planung und Bauleitung.

Die Besucher waren beeindruckt, mit welchen Mitteln auch ein Kindergarten aus den 60er Jahren noch sinnvoll und einladend ausgestaltet werden kann. Die Katholische Pfarrgemeinde St. Johannes Myhl finanzierte die Arbeiten.

Das Programm des Tages wurde liebevoll gestaltet. Die Lolli-Pop-Gruppe sorgte für musikalischen Schwung und viel Gesang. Ein Zauberer faszinierte die Kleinen mit seinen Kunststückchen. Sämtliche fest installierten und fahrbaren Spielgeräte wurden eifrig genutzt.

In der Cafeteria und im Freigelände tauschten Eltern und Interessenten ihre Eindrücke aus. Allgemeines Urteil: „Es ist alles sehr schön geworden. Unsere Kinder fühlen sich hier wohl. Hier lässt sich gut Kind sein.”