Heinsberg: Von Jazz über Klassik bis zu deutschem Pop

Heinsberg : Von Jazz über Klassik bis zu deutschem Pop

Der Applaus ist bekanntlich das Brot des Künstlers, aber ohne Instrument stirbt er den Hungertod. Soweit wird es in der Geigerklasse des Kreisgymnasiums Heinsberg (KGH), die Sextaner und Quintaner anstatt des regulären Unterrichts besuchen können, nicht kommen.

Durch eine Spende in Höhe von 2500 Euro durch die Raiffeisenbank Heinsberg und den Förderverein der Schule ist nämlich sichergestellt, dass den kleinen Virtuosen weiterhin die notwendigen Instrumente für ihre ersten musikalischen Gehversuche zur Verfügung gestellt werden können.

Ensembles musizieren

Überreicht wurde der Scheck Schulleiterin Annegret Krewald, den federführenden Musikpädagoginnen und einigen Musikerinnen und Musikern, die im anschließenden Frühlingskonzert noch zum Instrument greifen sollten, von Thomas Back (Raiffeisenbank) und Manfred Dressen (Förderverein) Dem Publikum wurde danach ein ansprechendes und abwechslungsreiches Programm geboten, durch das der Frühling seine bunten Bänder wehen ließ.

Diesmal waren es nicht die begabten Solisten, die ihr Können unter Beweis stellen konnten, sondern die vielen unterschiedlichen Ensembles, die am KGH musizieren. Musiklehrer Theo Krings, der durch das Programm führte, stellte einige dieser Gruppen vor. Dass sich die Ergebnisse hören lassen können, zeigten die beiden Streicherklassen unter Leitung von Juana Jorden und Dorothea Merkle.

Aber auch bei den übrigen Schülern dieser Jahrgangsstufe kommt das aktive Musizieren nicht zu kurz, wie ein Chor unter Leitung von Theo Krings bewies. Lieder wie „Karl der Käfer” und „Alles nur geklaut” ließen Erinnerungen an die „Neue deutsche Welle” wach werden. Eine Fortsetzung der Arbeit in den Anfangsklassen findet sich in der instrumentalpraktischen Klasse der Quartaner. Von „Air” von Johann Sebastian Bach bis zum jazzigen „Isnt that special” reichte hier das musikalische Spektrum. Ein Kammermusik-Ensemble, bestehend aus Schülern der Mittelstufe, spielte anschließend neben dem berühmten Kanon von Joh. Pachelbel auch Musik aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu”. Betreut wurden sie von Susanna Schael.

Im zweiten Teil des Programms trat zunächst der instrumentalpraktische Kurs der zwölften Jahrgangsstufe auf. Eine eigene Bearbeitung des Pachelbel-Kanons, mit einem ausgedehnten Improvisationsteil, war der interessanteste Beitrag. Hierbei kam der Gruppe zugute, dass bei ihr auch die Mitglieder der Schülerband „Zero Gravitation” aktiv sind, die erst kürzlich beim bundesweiten Wettbewerb „School Jam” ausgezeichnet wurden. Die Leitung hatte ebenfalls Susanna Schael übernommen. Schon traditionsgemäß übernahmen Eckart Krause und die Jazz-AG des Gymnasiums den Abschluss des Programms.

Große Besetzung

Dieses, seit vielen Jahren bestehende Ensemble trat dieses Mal in einer ungewohnt großen Besetzung auf, bei der auch Schüler mit jazz-untypischen Instrumenten wie Geige oder Oboe ihren Platz fanden. Dem Leiter gelingt es dabei immer wieder, die Jugendlichen für seine Lieblingsmusik zu begeistern. Nachdem der Schlussapplaus für die jungen Akteure abgeebbt war, bedankte sich Schulleiterin Krewald bei den über 100 Mitwirkenden für die tollen Darbietungen des Abends.