Selfkant-Isenbruch: Vom Heimatabend bis zum Klompeball: Viel los beim Dekanatsschützenfest

Selfkant-Isenbruch : Vom Heimatabend bis zum Klompeball: Viel los beim Dekanatsschützenfest

Das Dekanatsschützenfest in Isenbruch im Schützendekanat Gangelt-Selfkant war Publikumsmagnet und Stimmungsgarant zugleich. Höhepunkt war der Sonntag mit dem großen Festzug. Als erste Bruderschaft wurde St. Peter und Paul Schalbruch begrüßt, danach rollte im wahrsten Sinne des Wortes ein Musikexpress der musizierenden Vereine der einzelnen Bruderschaft — es sind insgesamt 21 im Dekanat — in Richtung Festwiese.

Und nicht nur die Festwiese füllte sich immer mehr mit Schützen und Spielmannsleuten, auch die Einweiser auf den Pkw- und Fahrradparkplätzen kamen ins Schwitzen. Isenbruchs Straßen füllten sich mehr und mehr, die Kirmesgäste suchten sich Plätze in erster Reihe. Diese hatten bereits viele Isenbrucher gebucht und machten es sich vor der Haustür mit Kaffee und Kuchen gemütlich.

Das Königspaar Philipp Busch und Angelina Heutz wurden von der Isebrooker Klumpanie am Königshaus abgeholt und zum Festzug chauffiert. Foto: agsb

Alle Zuschauer waren gespannt, welches Outfit die Isenbrucher Ehrendamen präsentieren würden. Dies war ein großes Geheimnis. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht: Die Ehrendamen präsentierten sich im schmucken Gewandt und waren das Salz in der Suppe des Festzuges.

Auszeichnungen: Im Rahmen des Dekanatsschützenfestes in Isenbruch wurden zahlreiche Mitglieder für Treue und Verdienste geehrt. Foto: agsb

Hochzeit am 18.08.2018

Hochzeit am Samstag, Festzug am Sonntag: Das Dekanatskönigspaar Mario und Melanie Heffels gab sich auch kirchlich das Jawort. Foto: agsb

Ebenfalls ein Hingucker war das junge Königspaar der gastgebenden St.-Martini-Schützenbruderschaft, Philipp Busch und Angelina Heutz. Und das Dekanatskönigspaar Mario und Melanie Heffels der Schützenbruderschaft St. Petri und Pauli Waldenrath erntete ebenso Applaus aus allen Richtungen. Das junge Paar heiratete kirchlich pünktlich zum Schützenfest am Samstag, 18. August — dem leicht einzuprägenden Datum 18.08.2018.

Beim Heimatabend überzeugten auch die Damen mit ihrem Auftritt auf der Bühne. Foto: agsb

Die abschließende Parade war erneut ein Höhepunkt, es war wieder einmal eine Sternstunde für das Schützenwesen im Kreis Heinsberg. Wobei anschließend im Festzelt das Schützentreiben weiter Fahrt aufnahm. Tanz der Majestäten, Fahnenschwenken und Preisverteilung für die Bruderschaften standen an. Bei guter Unterhaltung präsentierte sich der Gastgeber von seiner besten Seite.

Bereits am Samstagabend zeigte Isenbruch, was im Westen Deutschlands so alles abgehen kann. Das Westival mit einigen Musikgruppen war eine Premiere, die besser verlief als erwartet. Besuch und Stimmung waren bestens.

Beim Heimatabend zeigte sich, wie wertvoll auch die Förderung der Jugend ist. Und man war froh, dass die Integration auch der sogenannten „Beigezogenen“ bestens im Ort funktioniert. Dies wurde bei einer Darbietung mit den schönsten Füßen Isenbruchs deutlich. „Nur zwei Frauen sind echte ‚Isebröökere_SSLq, alle andere erfolgreich durch unsere Männer eingebürgert“, da musste selbst Moderator Marcel Busch lachen. Zusammen mit Axel Fiddelers führte Busch durchs Programm am Freitagabend.

Jede Menge Beifall gab es auch für die Jugend, die zeigte einen Klompetanz. Die perfekte Einstimmung auf den Montag, an dem der ganze Ort im Klompefieber war.

Beim Heimatabend standen in allen Festreden die „Heimat“ und die Schützenideale „Glaube, Sitte, Heimat“ im Mittelpunkt. Auch viele ehemalige Isenbrucher trugen die Heimat im Herzen und waren zu der Veranstaltung angereist.

An diesem Abend werden traditionell langjährige Vereinsmitglieder für Treue und Verdienste ausgezeichnet. Präsident Hans Meures blickte auf fast 20 Jubilare und sprach Respekt, Anerkennung und Dank aus. Dekanatsbundesmeister Norbert Küppers verlieh das Silberne Verdienstkreuz an Verena Hilkens und Jens Hamacher, anschließend zwölfmal den Hohen Bruderschaftsorden an Hans Busch, Gerry Fiddelers, Anton Grüters, Peter Hermanns, Gerd Jansen, Horst Mantelars, Heinz Meuffels, Hans Meures, Manfred Schaps, Herman Welters, Arnold Sentis und Gerhard Hilkens.

Zehnmal das Ehrenkreuz

Insgesamt zehnmal hatte Küppers eine der höchsten Auszeichnung im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft im Gepäck. Das St.-Sebastianius-Ehrenkreuz erhielten Willi Busch, Friedel Eißen, Heinz Hilgers, Johann Jansen, Josef Perbaums, Franz Severins, Josef Severins, Martin Busch, Alfons Jansen und Heinrich Jansen.

Ein emotionaler Heimatabend endete mit einem „Großen Zapfenstreich“. Zum Abschluss des Festes folgte am Montag nach dem Klompeball.

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