Heinsberg: Vier Geschäftsstellen werden geschlossen

Heinsberg : Vier Geschäftsstellen werden geschlossen

„Auch an uns gehen die aktuellen Entwicklungen der Bankenbranche nicht spurlos vorüber. In der heutigen Zeit, in der die Banken in einem bitteren Umfeld agieren, ist eine Optimierung der Geschäftsstellenstruktur unumgänglich.”

Mit diesen Worten begründeten die Bankdirektoren Hans-Hubert Hermanns und Herbert Himmels am Donnerstag den Schritt, vier der insgesamt bislang 15 Geschäftsstellen der Raiffeisenbank Heinsberg zu schließen.

Betroffen sind die „Zwei-Mann”-Niederlassungen in Effeld, Kempen, Laffeld und Porselen mit einem Potential von etwa 3000 Kunden.

Die Kunden der Geschäftsstelle Effeld werden künftig von der Geschäftsstelle in Birgelen betreut, Kunden der Geschäftsstelle Kempen von Karken.

Für die Laffelder ist ab dem 21. Oktober das Beratungs- und Dienstleistungszentrum an der Siemensstraße in Heinsberg Anlaufstelle und die Porselener werden sich nach Dremmen orientieren müssen. Laffeld und Porselen waren bislang ohnehin nur halbtags geöffnet.

In den „aufnehmenden” Niederlassungen werden die Kunden übrigens auch ihre alten Ansprechpartner wiederfinden, denn betriebsbedingte Kündigungen, so Himmels, werde es nicht geben. Ebenso wenig sei derzeit an weitere Schließungen gedacht. Gleichwohl rechne man mittelfristig natürlich mit einer Personaleinsparung - nicht zuletzt durch einen geringeren Verwaltungsaufwand.

Schon seit etwa drei Jahren, erklärte Hans-Hubert Hermanns, sei die Zusammenlegung der Geschäftsstellen immer wieder diskutiert worden.

Geradezu dramatische Veränderungen im Kundenverhalten hätten hier auch eine entscheidende Rolle gespielt. Neue Vertriebswege wie Telefonbanking und Home- oder Internet-Banking per PC hätten sich zur „klassischen” Geschäftsstelle hinzu gesellt und böten dem Bankkunden vielfältige Möglichkeiten, den Zahlungsverkehr rund um die Uhr abzuwickeln.

Natürlich seien auch die älteren Menschen nicht vergessen worden, ergänzte Herbert Himmels. Wer nicht mehr so mobil sei, habe die Gelegenheit, sich einmal im Monat per Anruf Bargeld ins Haus bringen zu lassen.

Außerdem würden Freiumschläge ausgegeben, mit denen kostenlos Überweisungsträger an die Bank geschickt werden können.

Himmels rechnet allerdings mit nur etwa zehn Personen pro Geschäftsstelle, die diesen Service nutzen werden. Letztlich sei ja auch der Besuch der nächsten Geschäftsstelle vergleichsweise einfach, da alle Entfernungen zwischen 2,4 und maximal 4 Kilometern lägen.