Heinsberg-Randerath: Viele Kinder in der Kirche

Heinsberg-Randerath : Viele Kinder in der Kirche

Die evangelische Gemeinde legte eine neue Musikreihe auf. Sie verfuhr dabei glücklicher als kürzlich die katholische Heinsberger Pfarre.

Der Stoff war der gleiche, die Josefs-Geschichte aus dem Alten Testament. Nicht nur für Gläubige hat sie etwas Faszinierendes mit all ihren (Un-)Tugenden. Strittig ist lediglich eine altersgerechte Form.

Wenn man sich wie hier für die Kleinsten entscheidet, dann ist natürlich eine Softform á la 1000-und-eine-Nacht-Geschichte angesagt. Pastorin Beate Dickmann muss sich wie die erzählende Großmutter von anno dazumal vorgekommen sein, von so vielen Kleinkindern dicht umlagert zu werden. Die Idee zu dieser Kinderkonzertreihe kam dem Küster Florian Koltun. Er nahm Kontakt mit der örtlichen Grundschule auf und spannte alle Kinder irgendwie ein. Wie sage ich es meinem Kinde? Sein erstes Ergebnis war mehr als ermutigend. Nie war die evangelische Kirche so voll, lauter Eltern und Kinder, dazu eine Form, die kindgerecht war.

Die Geschichte von Josef enthält sowohl Mythisches wie Märchenhaftes. Nicht zufällig hat sich das Musical ihrer angenommen. „Joseph and the amazing technicolor Dreamcoat” hatte es auch A. L. Webber angetan, nachdem die Oper (Mehul, Strauss) hier fündig geworden war. Natürlich nahm Koltun hier keine Anleihen. Er bediente sich vielmehr der Musik von Robert Schumann, dessen Jubiläum wir immer noch feiern, und von P. I. Tschaikowski.