Ratheim: Viele Fotos helfen der „Aktion Schutzengel”

Ratheim : Viele Fotos helfen der „Aktion Schutzengel”

Die katholische Gemeinde St.Johannes der Täufer feierte am vergangenen Wochenende ihr Pfarrfest.

Ein buntes Programm unter der Beteiligung zahlreicher kirchlicher Gruppen und Ortsvereine wartete auf die Besucher, die sich auch vom zeitweise schlechten Wetter am Sonntag nicht vertreiben ließen.

Ein besonderes Anliegen des Pfarrgemeinderats war die „Aktion Schutzengel” von Missio, die sich gegen Sextourismus und Kinderprostitution richtet.

Bei diesem Projekt geht es darum, den 400 000 deutschen Sextouristen, die jedes Jahr in die Länder der „Dritten Welt” reisen, eine Zahl von wenigstens 400 001 Menschen gegenüberzustellen, die dagegen Position beziehen.

Missio sammelt zu diesem Zweck Fotos von Leuten, die sich gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern aussprechen. Dabei kann es sich beispielsweise um Passbilder oder Gruppenfotos von Schulklassen, Familien und Vereinen handeln. Mehrere Großspender haben sich bereiterklärt, für jeden, der sich beteiligt, 50 Cent an Missio zu überweisen.

Aus den Fotos soll ein Künstler ein Mahnmal gegen den Sextourismus erstellen. Der Pfarrgemeinderat unterstützte die Aktion, indem er sie auf dem Fest vorstellte, und dort, wie auch im Pfarrbüro, Fotos für Missio einsammelte.

Wichtig für der Erlös des Festes war die Tombola. Die Preise stammten zu großen Teilen aus Geld- und Sachspenden, unter den Hauptgewinnen waren unter anderem ein DVD-Player und ein Handypaket. Der Erlös ging zu jeweils einem Drittel an die „Aktion Schutzengel”, an das „Zentrum Pater Frank - Ort der Hoffnung” in Kinshasa und an die Jugend- und Familienarbeit der Pfarrgemeinde.

Auch der Flohmarkt war in dieser Hinsicht von großer Bedeutung. Er setzte sich ganz aus Spenden von Privatleuten zusammen.Viele der Vereine und Kirchengruppen waren durch Stände vertreten. Die Feuerwehr stellte mehrere Einsatzfahrzeuge aus.

Die Schützenbruderschaft und die Jungschützen waren für den Getränkewagen zuständig, die Frauengemeinschaft stellte das Personal für die Cafeteria.

Der Eine-Welt-Stand fehlte ebensowenig wie die Informationsstände der Caritas, bei denen unter anderem die Selbsthilfegruppe Schlaganfallgeschädigte vorgestellt wurde. Auch für die Kinder gab es ein umfangreiches Angebot.

Die beiden Ratheimer Kindergärten begeisterten sie mit einem Kasperletheater, und es gab zahlreiche Spielmöglichkeiten. Ein wichtiger Termin auf dem Fest war der Gottesdienst am Sonntag, dem ein musikalischer Frühschoppen mit dem Musikverein St.Josef folgte.

Der Pfarrgemeinderat war für die Organisation des Festes verantwortlich. Dazu hatte er einen Arbeitskreis von vier Leuten gebildet. Die ersten Planungen hatten bereits im Mai begonnen, wie die Vorsitzende des Rats, Francine Hutmacher, berichtete.

Der Termin für das Fest musste um eine Woche verschoben werden, weil viele Personen am ursprünglich vorgesehen Wochenende keine Zeit hatten.