Wassenberg-Effeld: Viel Theater für guten Zweck

Wassenberg-Effeld : Viel Theater für guten Zweck

Sie stellen ein „kleines Jubiläum” dar, die beiden Aufführungen des Effelder Laientheaters Almenrausch am Wochenende.

Denn bereits zum fünften Mal standen die Laienschauspieler an zwei ausverkauften Abenden mit jeweils rund 300 Besuchern im Effelder Bürgerhaus auf der Bühne und zugleich im Dienst der guten Sache. Auch der Erlös der diesjährigen Aufführungen soll dem Kinderhospiz in Olpe zugute kommen.

Die Welt von „Schiffschaukelbremsern”, wie die von Ex-Imbissbuden-Besitzer Otto Neureich, gespielt von Peter Hanrath, prallte im neuen Stück unter dem Motto „Blaues Blut und Erbsensuppe” mit der seiner Frau Ottilie (Brigitte Nußbaum) ständig aufeinander. War die doch geprägt von Ansprüchen an bestes Adelsgehabe, nachdem Otto es mit seiner zufälligen Erfindung einer Wunderpille für die Produktion bleifreien Benzins zu plötzlichem Reichtum gebracht hatte.

Das Publikum amüsierte sich prächtig über den Butler mit seinem perfekt umgesetzten französischen Akzent, der gleich Tochter Bettina große Augen machte, von Hausmädchen Susie (Verena Schröders) aber trotz deren Bemühungen gar nichts wissen wollte.

Schon ohne Worte mit Applaus auf der Bühne wurde Berti Hohnen begrüßt, die als Köchin des Hauses beim Training mit dem Butler die Rolle der Gräfin spielen sollte. Sie sorgte mit ihrem Platt erneut für eine deftige Portion Lokalkolorit, wobei sie natürlich auch nicht vergaß, dass sie aus Ophoven stammt: „Ech bön van Ophoave dehem.”

Wenn auch nicht in Ottilies Sinne, so war das Happy End nach drei Akten und drei Stunden im Bürgerhaus, die mit viel Lachen im Flug vergangen waren, doch mehrfach perfekt: Butler Jean bekam seine Bettina und Graf Hugo auch noch seine Susi.

Das Publikum war begeistert und spendete nicht nur den Schauspielern, sondern auch allen Aktiven hinter der Bühne viel Applaus. Es hatte zudem in den Pausen reichlich Gebrauch gemacht vom Angebot an Getränken und Erbsensuppe, passend zum Motto des Stücks.

„Wir werden in diesem Jahr die 5000-Euro-Marke ganz sicher knacken”, freute sich die Vorsitzende Gaby Forger-Pommerening. Schon 4500 Euro hat die Gruppe in den vergangenen vier Jahren an das Kinderhospiz gespendet. In diesem Jahr wollen Vereinsvertreter erstmals selbst nach Olpe fahren, um die Spende zu übergeben. „Und wir nehmen in diesem Jahr auch noch eine großherzige private Spende mit”, verriet Peter Hanrath.