Viel Applaus für das Luftwaffenmusikkorps

Viel Applaus für das Luftwaffenmusikkorps

Kreis Heinsberg. Der „Einsatzbereich” des Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster erstreckt sich von der niederländischen Grenze bis zum Harz und vom Westerwald bis zur dänischen Grenze.

Am Mittwochabend stattete das reisefreudige Blasorchester Hückelhoven einen Besuch ab. Der Anlass: Unter Leitung von Hauptmann Dr. Christian Blüggel bestritten die Militärmusiker in der Aula des Gymnasiums ein von der AZ präsentiertes Benefizkonzert zugunsten der gemeinnützigen Caritas-Werkstatt Schierwaldenrath.

Natürlich gehören volltönende Militärmärsche zum Repertoire des Luftwaffenmusikkorps, aber auch die Kunst der leisen Töne beherrschen die Bläser meisterhaft.

Dies demonstrierten sie nicht nur ganz zum Schluss des Konzerts mit einer modernen Fassung des Kinderliedes „Guten Abend, gute Nacht”, ehe bei den vom Publikum lautstark geforderten Zugaben der „Fliegermarsch” nicht fehlen durfte.

Der Geschäftsführer der Caritas-Werkstatt, Michael Jansen, hatte die Zuschauer zu Beginn aufgefordert: „Spenden Sie dem Orchester viel Applaus und unserem Sparschwein einige Euro.”

Diesen Ratschlag beherzigten an diesem Abend viele Gäste - nicht zuletzt bewiesen sie ja alle mit ihrem Besuch Solidarität mit den Arbeitslosen, wie Regionaldekan Günter Meis anerkennend feststellte.

„Wir als caritative Einrichtung können nur solange sozial arbeiten, wie uns die Mittel dazu zur Verfügung stehen”, lenkte Jansen den Blick auf immer leerer werdende öffentliche Kassen.

Landrat Karl Gruber als Schirmherr lobte die „hervorragende soziale Arbeit” der Institution. Das Konzert bereite sicherlich doppelte Freude: zum einen aufgrund des „musikalischen Hochgenusses” und zum anderen aufgrund des Wissens, eine gute Sache zu unterstützen, so Gruber. Auch der Landrat leistete einen Beitrag, indem er dem Geschäftsführer einen „gefüllten Umschlag” überreichte.

Hauptmann Blüggel führte die rund 350Zuhörer mit wissenswerten Informationen zu den Musikstücken durch das Programm. Zum Beispiel lieferte er einen kurzen Abriss der Operette „Maske in Blau” des Komponisten Fred Raymond, in der es um „Liebe, Verwirrung und Gemeinheiten” geht.

Oder er umschrieb - ohne die Zuhörer zu schonen - das Kampfgetümmel im klassischen Stück „El camino real” (Der Königsweg) von Alfred Reed: „Zwei kurze Stiche, ein Moment des Verharrens, und dann sprudelt das Blut!”

Ebenso bekannt wie beliebt: die Polka „Rosamunde” aus der Feder von Hans-Felix Husadel. Musikalische Fingerabdrücke eines Geheimagenten präsentierte das stimmungsvoll knisternde Medley aus James-Bond-Titelmelodien, dem Volkslieder folgten.

Der Bogen war weit gespannt an diesem Abend, der Hör-Spaß war garantiert. Und bei einem Potpourri von Udo-Jürgens-Liedern avancierte Oberfeldwebel Michael Arnemann, der im Musikkorps die erste Trompete spielt, als Sänger zum wahren Publikumsliebling.

Seinen Dank „für die wunderschönen Stunden” verband Regionaldekan Meis mit einer Vision: „Wie wäre es, wenn alle Kanonen zu Trompeten oder Oboen umgebaut würden...”

Meis bezeichnete die Militärmusiker als Sympathieträger für neue Wege des Friedens. Dies gelte aber ebenso für all diejenigen Bundeswehrsoldaten, die derzeit im Ausland ihren Dienst leisten würden, sagte er unter dem Applaus des Publikums.

Worte des Dankes galten am Mittwochabend bei der Begrüßungsansprache von Michael Jansen, Geschäftsführer der Caritas-Werkstatt Schierwaldenrath, in der Hückelhovener Aula auch der AZ (Heinsberger Zeitung / Geilenkirchener Zeitung), die als Medienpartner das Benefizkonzert der Caritas-Werkstatt Schierwaldenrath präsentiert hatte.

Und für den guten Zweck konnte die AZ - dank der Hilfsbereitschaft der Leser - auch einen Beitrag beisteuern: 1200 Euro fließen aus der Aktion „Menschen helfen Menschen” an die gemeinnützige Caritas-Werkstatt, die anerkannte Arbeitsloseninitiative im Kreis Heinsberg.