Verstärkte Kontrollen der Polizei angekündigt

Verstärkte Kontrollen der Polizei angekündigt

Kreis Heinsberg. Auch in dieser Woche führt die Polizei des Kreises Heinsberg, nachdem die Schulen wieder ihren Betrieb aufgenommen haben, verstärkt Maßnahmen zur Verbesserung der Kindersicherheit im Straßenverkehr durch.

Dazu gehören in erster Linie Maßnahmen zur Verfolgung von Verkehrsverstößen.

Das Hauptaugenmerk wird - wie ein Polizeisprecher ankündigte - wieder bei der Kontrolle der Kindersicherung im Fahrzeug, der Geschwindigkeit an Schulen und Kindergärten sowie des technischen Zustands der Fahrräder, des Verhaltens der Radfahrer, auch der Erwachsenen, die ja Vorbilder sein sollten, liegen.

„Leider hat sich die Unfallsituation bei den Kindern im Kreis Heinsberg im vergangenen Jahr nicht merkbar verändert, so dass die für die Verkehrssicherheitsarbeit Verantwortlichen ihre Arbeit weiter verbessern und verstärken müssen”, heißt es.

Die Polizei gewinnt zum Beispiel manchmal den Eindruck, dass den Autofahrern Rückhaltesysteme für Kinder zu teuer seien oder deren konsequenter Einsatz zu lästig sei.

Auch würden häufig fremde Kinder mitgenommen, oder Großeltern holten ihre Enkelkinder zur Betreuung ab, und es werde die Frage gestellt: „Muss ich denn eigentlich wirklich für diese Einzelfahrt immer die vorgeschriebenen Rückhalteinrichtungen vorhalten und benutzen?”

Dazu gibt es Leute, die glauben, ihnen werde schon kein Unfall passieren. Deshalb bräuchten sie sich und die Mitfahrer nicht sichern. Selbst den besten Autofahrern muss man sagen, dass sie völlig schuldlos in einen Unfall verwickelt werden können.

Wer eine lange Zeit ohne Unfall durch das Leben gekommen ist kann nicht darauf vertrauen, dass das immer so bleibt.

Auch gibt es Fahrzeugführer, die auf den ständigen Rückgang der Todeszahlen im Straßenverkehr seit Einführung der Verkehrsstatistik hinweisen und deshalb von gesunkenen Risiken im Straßenverkehr überzeugt sind.

Denen muss entgegnet werden, dass dies zum geringsten Maße auf eine gewachsene Umsicht der Fahrer zurückzuführen ist.

Das ist der verbesserten Verkehrstechnik, der optimierten aktiven und passiven Sicherheit der Fahrzeuge, unter anderem gerade mit Sicherheitsgurten oder Airbags, sowie einem optimierten Rettungsdienst zu verdanken.

Die Zahl der Unfälle und der Verletzten ist nach wie vor erschreckend hoch. Aus Sicht der Polizei handeln diese Menschen grob fahrlässig. Sie sind zu Tode betrübt, wenn ihren Kindern oder ihnen anvertrauten Kindern etwas passiert. Ein wenig mehr Sorgfalt und materieller Aufwand sollten die Kinder schon wert sein.

Da diese Einsichten noch nicht bei allen Verkehrsteilnehmern vorhanden sind, müssen sie sich insbesondere in dieser Woche auf mögliche Verfolgung von Verstößen einstellen.

Die Polizei verbindet damit die Hoffnung, dass Maßnahmen und Appelle auch darüber hinaus Wirkung zeigen.