Heinsberg-Oberbruch: Versetzung des Ehrenmals ein gelungener Kraftakt

Heinsberg-Oberbruch : Versetzung des Ehrenmals ein gelungener Kraftakt

„Was lange währt, wird endlich gut”, getreu diesem Sinnspruch kann man das langwierige und gelungene Projekt des Oberbrucher Ortsringes mit der Umsetzung und Erweiterung des Ehrenmals bezeichnen.

Denn nachdem die Idee zur Erweiterung des Ehrenmals vor über drei Jahren beim Ortsringfest geboren wurde, konnte der Ortsring nun mit der Bevölkerung die Vollendung des Projektes feiern.

„240 Namen, 2212 Buchstaben und Zeichen, eingetrieben in zwölf Zentimeter dicke Granitplatten stellen nun am Aloysiusplatz einen persönlichen Bezug zwischen den Gefallenen und Vermissten und den überlebenden Nachkommen, Kindern und Kindeskindern her”, zeigte sich die Ortsringvorsitzende Inge Deußen stolz über die gelungene Realisierung und betonte, dass sich der Aufwand wohl mehr als gelohnt habe.

So galt ihr Dank ganz besonders dem in Oberbruch beheimateten Steinmetz-Familienbetrieb Frenken, der stets mit Engagement und nicht endender Kraft für das Ortsringprojekt zur Stelle war.

Wenn auch bei der Umsetzung des dreiteiligen, 8,5 Tonnen schweren alten Ehrenmals vom Park zum Aloysiusplatz mit enormen Problemen behaftet, zogen die fleißigen Helfer stets an einem Strang und meisterten die Sache schließlich mit einem 40-Tonnen-Kran.

Zwar machte sich bei der schwierigen „Verpflanzung” das Oberteil des Ehrenmals selbstständig, doch wurde die nötige Reparatur sofort vollzogen und kleine Schäden beseitigt.

Gemeinsam mit dem katholischen Pastor Hubert Müllers sowie mit Pfarrer Günther Rosenkranz von der evangelischen Kirchengemeinde feierte der Ortsring nun mit der Bevölkerung die Einweihung und Einsegnung des erweiterten Ehrenmals.

Nachdem der Ehrenvorsitzende des Ortsrings, Josef Mankau, zunächst die sechs Namensstelen enthüllt hatte, waltete die Oberbrucher Geistlichkeit ihres Amtes und versah den neuen Ort der Erinnerung und Mahnung mit dem Segen der Kirchen.

Vollendet wird das Projekt mit den abschließenden Pflasterarbeiten im Frühjahr, für die der Ortsring weiterhin um kleine Spenden bittet, „um den Ort in seiner ganzen Schönheit erstrahlen zu lassen”.