Wassenberg: Verkauf des Sportplatzes bleibt beschlossene Sache

Wassenberg : Verkauf des Sportplatzes bleibt beschlossene Sache

Zahlenmäßig beachtlich war die Zahl der Bürger, die mit Plakaten in den Ratssaal einzogen: „Wir protestieren gegen den Verkauf des Sportplatzes an der Bergstraße”.

Der Ratsbeschluss vom 4. November hatte die Sache mit Mehrheit bereits festgezurrt: Verkauf der Fläche; Ausweichen der Sportler auf den alten Platz „Am Schwanderberg” Myhl und auf einen neu zu bauenden Trainingsplatz in Orsbeck; Bau einer neuen Skateranlage zwischen „Dursty” und Oberstufengebäude Gesamtschule.

Der Ratsbeschluss beinhaltet auch die Einleitung der sofortigen Bauleitplanung und die Einholung von „Optionen” für wohl sehr potente Käufer, da dort nur „exklusive” Einheiten errichtet werden sollen.

Die Verwaltung glaubt, eine Million Euro zu erübrigen nach Abzug der notwendigen Umbauten. Dagegen fuhr die SPD-Fraktion in der Ratssitzung erneut schweres Geschütz vor.

Sie bleibt bei ihren Vorschlägen: Verkauf der Eigenjagd in Rothenbach/Rosenthal und der renovierten Wohnungen im alten Schulgebäude Effeld.

Auf den Sportplatz direkt bezogen: Es solle laut Vorschlag der DJK ein Jahr geprüft werden, in welchem Umfange die Anlage überhaupt noch genutzt wird.

Danach solle endgültig entschieden werden. Mit der Planung solle man einen versierten Städteplaner beauftragen, der vor allem das gesamte Vorhaben unter dem Aspekt prüft und einordnet, ob hier nicht die starke Expansion der Oberstadt schwer beeinträchtigt werde.

Die Planung könne schon sofort beginnen. Mit den „Optionen” solle man dagegen bis zur Entscheidung abwarten.

Die SPD-Fraktion konzediere auch weiterhin, dass die rückläufige Entwicklung bei den Fußballvereinen mit berücksichtigt werden müsse.

Im übrigen sei mit der von der Verwaltung und der Ratsmehrheit CDU/NWI favorisierten Linie nicht vor Ablauf von drei bis vier Jahren zu rechnen, die Beteiligungen im Verfahren noch nicht einmal eingerechnet.

Es entspann sich eine Endlos-Diskussion darüber, ob der Ratsbeschluss vom 4. November ergänzt, fallen gelassen oder ob neu beschlossen werden müsse.

Das Ende kam abrupt: CDU-Fraktionssprecher Schmitz beantragte: Ratsbeschluss bleibt bestehen!

Bei der Abstimmung (1 SPD-Mitglied fehlte) stimmten 15 dafür, 13 dagegen. Über die Anträge der SPD wurde nicht einmal gesprochen.

Die Verwaltung ließ allerdings erkennen, dass sie den gemachten Vorschlag „Verkauf Eigenjagd” prüfen will.